Sachsens Bier-Tradition in Gefahr? Brauer senden Notruf an Kretschmer

Über 80 Brauereien prägen den Freistaat. Nun trafen sich Branchen-Chefs mit dem Ministerpräsidenten, um über die Zukunft des sächsischen Bieres zu verhandeln.

Dresden/Plauen

Das Engagement für die Aus- und Weiterbildung ist bei Sachsens Brauern „Chefsache“. Führende Vertreter des Sächsischen Brauerbundes trafen im Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Staatsminister Georg von Breitenbuch zusammen. „Zur Karrierestart-Messe in Dresden kam es zu einem persönlichen Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident und dem Staatsminister“, bestätigt Jan Gerbeth von der Sternquell-Brauerei Plauen dem BLICK.

Es geht um die Zukunft

Zu den Inhalten der Gesprächsrunde stellte Thomas Gläser, Geschäftsführer des Sächsischen Brauerbundes, voran: „Sachsens Brauer legen großen Wert darauf und sie brachten dies in dem Gespräch auch deutlich zum Ausdruck, dass sie sich für mehr und gute Aus- und Weiterbildung in ihren Betrieben mit Nachdruck einsetzen und engagieren.“ Jan Gerbeth ergänzt: „Immerhin geht es dabei um die Zukunft einer ganzen Branche und die Tradition über Jahrhunderte“, so der Sternquell-Geschäftsführer.

In Sachsen über 80 Brauereien

Thomas Gläser unterstreicht: „Sachsen ist mit über 80 Brauereien einer der größten und bedeutendsten Regionen der Branche deutschlandweit. Mit der Brauerschule in Dresden verfügen wir in Sachsen zudem über eine der besten und renommiertesten schulischen Ausbildungsstätten. Und auch wer sich für eine kaufmännische Ausbildung oder für ein duales Studium interessiert, wird in Sachsens Brauereien zahlreiche Angebote finden“, so der Geschäftsführer des Sächsischen Brauerbundes weiter.

Berufliche Perspektiven aufzuzeigen

Für die beiden kommenden Jahre kündigt der Brauerbund an: „Uns ist es wichtig, persönlich mit den Schülerinnen, Schülern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihnen berufliche Perspektiven aufzuzeigen und sie für eine berufliche Zukunft in Sachsens Brauereien zu begeistern.“ Deshalb wird sich nach den Worten von Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth auch die Heimatbrauerei aus Plauen besonders ins Zeug legen. Das mehrfach ausgezeichnete Plauener Bier wird seit Jahrzehnten von Brauern gebraut, die im Unternehmen aufwuchsen und ausgebildet worden sind.

Wichtig ist den Brauern das Vertrauen der Politik in die Wirtschaft

Der Sächsische Brauerbund betont in einer offiziellen Erklärung gegenüber dem BLICK: „Für eine erfolgreiche Zukunft der Betriebe in Sachsen braucht es aber auch verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und das Vertrauen der Politik in die Wirtschaft. Sachsens Brauer sind sich ihrer Verantwortung für Region und Menschen mehr als bewusst und werden diese auch in Zukunft mit großer Leidenschaft und Liebe zum Bier wahrnehmen.“ Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth: „Dem kann ich mich nur anschließen.“

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich