Samstag beginnt der Endspurt für die Oberlosaer Handballer

Handball Für den Meistertitel muss Apolda gewonnen werden

Plauen. 

Plauen. Endspurt! Der SV 04 Oberlosa (2. Platz | 33:9 Punkte) biegt als Verfolger auf die Zielgerade ein. Ob die Plauener "nur" eine weitere Rekordsaison absolvieren oder ob es sogar ein historisches Jahr wird, das entscheidet der Handball-Oberligist am Samstag beim HSV Apolda (11. Platz | 17:25 Punkte).

Denn die Spitzenstädter haben ein großes Problem: Sie schwächeln immer wieder mal, wenn sie bei Vereinen im Tabellenkeller antreten müssen. "Das ist klar, dass wir im Falle einer Niederlage kein großes Saisonfinale erleben", weiß Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner, der aufgrund des möglichen Aufstieges mit seinen Leuten zweigleisig plant. Die Bedeutung der Partie in Apolda ist groß. "Aber ich fühle mich nicht unter Druck gesetzt, sondern es macht Spaß, um den Titel zu spielen", betont Rechtsaußen Denny Mertig. Er ist mit 109 Toren der treffsicherste Plauen.

Apolda kämpft vehement gegen den Abstieg

SV-Abteilungsleiter Rico Michel hält sich wie gewohnt zurück: "Fünf Partien haben wir noch zu absolvieren und von Platz eins bis Platz vier ist im Endklassement noch alles möglich." Gerade weil Apolda an diesem Samstag in eigener Halle mit Vehemenz gegen den Abstieg kämpfen wird, bereitet SV-Trainer Petr Hazl "auf eine sehr ungemütliche Auswärtsfahrt vor."

Was die Gästefans sehr positiv stimmt: Dem Plauener Coach ist mit Oberlosa ein Quantensprung gelungen. Denn die Vogtländer gelten neuerdings nicht nur als Heimfestung (21:1 Punkte), sondern auch als auswärtsstark (12:8). Wie eng es werden dürfte in Thüringen macht die Heimbilanz der Apoldaer deutlich: "Vier von den fünf letzten Saisonspielen können die Apoldaer in eigener Halle austragen und sie wollen dort den Klassenerhalt perfekt machen. Der HSV kann zu Hause ein Punktekonto von 12:6 vorweisen", lässt Rico Michel die Zahlen sprechen.

Der Gegner hat sich gut verstärkt

Trotz des klaren 29:22-Hinspielsieges schrillen also bei den Plauenern die Alarmglocken. Und zwar auch deshalb, weil Apolda im Winter mit den beiden A-Jugend-Bundesligaspielern Stefan Remke und Kevin Szep-Kis (beide SC DHfK Leipzig) kräftige Verstärkungen geholt hat. Nach dreiwöchiger Punktspielpause müssen die Plauener am Samstag ab 20 Uhr sofort wieder in den eigenen Rhythmus finden.

Bei zwei Zählern Rückstand auf Tabellenführer Dresden und vier Punkten Vorsprung vor dem Tabellenvierten Freiberg wird Hazl deutlich. "Die Tabelle interessiert mich derzeit überhaupt nicht. Mich interessiert nur die Partie in Apolda und die zwei Punkte die es dort zu holen gilt", so der 47-jährige Tscheche. Neben den Ausfällen der beiden Langzeitverletzten Sebastian Duschek und Erik Petzoldt steht lediglich hinter dem Einsatz von Kreisläufer Jakub Kolomaznik noch ein Fragezeichen.