Schaffen die Plauener den Klassenerhalt?

Handball Einheit empfängt am Sonntagabend Glauchau zum Abstiegskrimi

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Am Sonntagabend wollen die Einheit-Handballer noch einmal alles geben für den Klassenerhalt. 18 Uhr geht's los in der Einheit-Arena. Foto: Karsten Repert

Glauchau/Plauen. Verrückt! Zuerst führte der HC Einheit im Relegations-Krimi in Meerane mit sieben Toren Vorsprung (11:4). 22 Minuten waren da gespielt. Dann trafen die Plauener nur noch sporadisch. Der HC Glauchau/Meerane wendete das Blatt. Doch auch die Gastgeber konnten ihren klaren Fünf-Tore-Vorsprung nicht verteidigen. Einheit kam von 16:20 (56.) noch auf 20:21 (60.) heran. Das heißt nun fürs Rückspiel: Den Plauenern genügt bis 20:19 ein Tor Vorsprung, um in der Mitteldeutschen Oberliga zu bleiben.

Ein wildes Auf und Ab

Kreisläufer Franz Zobirei wusste nach dem ersten Abstiegs-Finale nicht so richtig, was er fühlen sollte: "Das kann keiner erklären. Wir liegen klar vorne, spielen richtig gut. Dann machen wir Fehler, geraten weit ins Hintertreffen. Um uns am Ende wieder heranzukämpfen." Konstanz sieht sicher anders aus. Doch was beide Teams an jenem Freitagabend ausgezeichnet hat, das lässt auf ein unglaublich spannendes Rückspiel deuten. "Es war ein großer Kampf. Von beiden", würdigte Einheit-Kapitän Marc Multhauf die ziemlich intensive Handballstunde in der Ausweichhalle in Meerane. In der ausverkauften Mini-Arena (420 Zuschauer) sahen die Vogtländer schon wie der sichere Sieger aus...

Wieder klaren Vorsprung verspielt

HCE-Pressesprecherin Sabrina Lux brachte es auf den Punkt: "Das Spiel war ein Spiegelbild unserer Saison." Wieder wurde ein klarer Vorsprung verspielt. Die Ausgangslage für das Rückspiel an diesem Sonntag (13. Mai) um 18 Uhr in der Einheit-Arena ist dennoch nicht schlecht. "Wir müssen an diese ersten 22 und die letzten fünf Minuten anknüpfen", hofft Marc Multhauf, dass die Plauener den Heimvorteil nutzen können.

Die Fehlwürfe der Vogtländer nutzte nämlich Glauchau im Hinspiel zu schnellen Kontern, die von Einheit oft nur regelwidrig gestoppt werden konnten. Die Folge waren viele Zeitstrafen. Die Spitzenstädter spielten dadurch viel zu oft in Unterzahl.

Zeitstrafen müssen vermieden werden

"Das war der Knackpunkt im Spiel. Wir haben uns in der Abwehr zu oft zu dummen Fouls hinreißen lassen", ärgerte sich Einheit-Trainer Rüdiger Bones. Nach dem 16:21-Rückstand kämpften die Plauener wie besessen. Und buchstäblich mit der Schlusssirene verwandelte Marc Multhauf einen Strafwurf zum 20:21-Endstand. Die Ausgangslage für das Rückspiel ist damit zwar nicht optimal, aber auch nicht aussichtslos. Statistik, HCE: Pour, Misar, Beketov (1 Tor), Krüger (2), Mehler, Zverina (2), Zobirei (1), Mandaus (1), Multhauf (8/davon 5 Siebenmeter), Zbiral, Rahn (1), Pecek (4), Trainer Rüdiger Bones, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht.

Und so sieht es vor dem Rückspiel aus

Um den Klassenerhalt zu schaffen, benötigt Einheit nun einen Heimsieg mit ein oder zwei Toren Unterschied. Bis 20:19 würde Einheit nicht absteigen. Da die Auswärtstorregel gilt, wäre Einheit bei einem 22:21-Sieg abgestiegen. Das heißt, sobald Glauchau 21 Tore wirft, muss Einheit mit zwei Toren Differenz gewinnen. Gewinnt Einheit 21:20, dann gibt es keine Verlängerung, sondern sofort ein Siebenmeterwerfen mit fünf Schützen.

Ergebnis-Varianten

Nichtabstieg HC Einheit Plauen bei:

20:19, 19:18, 18:17 oder besser

22:20, 23:21, 24:22 oder besser

Nichtabstieg HC Glauchau/Meerane bei:

Auswärtssieg

Unentschieden

22:21, 23:22, 24:23 oder besser

Gleichstand bei

21:20 - dann gibt es sofort Siebenmeterwerfen (5 Schützen)