Schicksalstag für VFC

Vorstand 23 Vogtländer bewerben sich um die Ehrenämter

Auf eine historische Jahreshauptversammlung bereiten sich die Mitglieder des VFC Plauen vor. Am Mittwochabend bewerben sich sage und schreibe 23 Personen um die ehrenamtlichen Posten in Aufsichtsrat und Vorstand. Obwohl der größte und bislang erfolgreichste Fußballverein des Vogtlandes den ursprünglichen Vorsprung gegenüber den Erzrivalen in Auerbach und Zwickau offenbar eingebüßthat, gibt es dennoch Hoffnung. Denn wäre der VFC nicht zu retten und überschuldet, gäbe es wohl kaum so viele Kandidaten. VFC-Trainer Dirk Berger fiebert diesem Schicksalstag gespannt entgegen: "Es muss im Vogtlandstadion dringend wieder um sportliche Themen gehen. Der Verein darf sich nicht wegen privater Befindlichkeiten benutzen lassen", so Berger. Erwartet wird eine Kampfabstimmung. Für das Amt des Vorstandsvorsitzenden stehen Wilfried Hub (Amtsinhaber) und Bernd Stubenrauch zur Wahl. Als weitere Vorstandskandidaten gehen Thomas Golle, Matthias Gräf, Uwe Schmidt und Frank Trtschka ins Rennen. In die Kandidatenliste für ein Amt im Aufsichtsrat wurden aufgenommen: Wolfgang Alboth, Dagmar Baumgärtel, Thomas Golle, Matthias Gräf, Frank Heidan, Volker Herold, Wolfgang Hinz, Rolf Keil, Uwe Ketzel, Jörg Sachse, Martin Scherzer, Christian Schmidt, Wolfgang Stark, Uwe Täschner, Heiko Unger, Albrecht Weis und Kay Werner. Hintergrund: Die aktuelle VFC-Führung um Wilfried Hub wirft den Vorgängern um Bernd Stubenrauch vor, großen Anteil an der aktuellen Finanzmisere zu haben (BLICK berichtete). Dem BLICK sagte Bernd Stubenrauch auf Nachfrage: "Der Deutsche Fußballbund lizenziert niemanden ohne Auflage, wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Der DFB hat dem VFC aber das Papier ausgestellt."