Schloss Mühltroff unterzieht sich einer Kur

Umbau Schlossförderverein erhält Höchstfördersatz

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Jürgen Gruber vom Schlossförderverein Mühltroff zeigt den neu verputzten Eingangsbereich vom zweiten Lichthof. Foto Simone Zeh

Pausa-Mühltroff. Die Eingangstreppe, Lichthof-Wand und Fenster werden im Schloss Mühltroff saniert. Die Eingangstreppe baut Rocco Tasch von der gleichnamigen Steinmetzfirma aus Pausa. "Der Kalksandstein ist mindestens 200 Jahre alt", deutet der Fachmann auf die alten Treppenstufen." Nur die äußeren Stufen unten sind in den 1990er Jahren erneuert worden. Die neuen Stufen werden aus Sandstein sein.

Geht man durchs Tor, kommt man auch gleich in den ersten Lichthof. Die Wand an der Tür ist neu verputzt und farblich angepasst worden. "Das ist gleich ein ganz anderer Anblick", meint Jürgen Gruber vom Schlossförderverein Mühltroff. "Vorher waren die Ecken ausgefallen, Ziegel fehlten."

Im Schloss werden außerdem 30 der reparaturbedürftigsten Fenster auf Vordermann gebracht. Wie etwa im Kospoth-Saal, im Kaminzimmer, in der Küche, im Raum der Modelleisenbahner. "Manche der Fenster konnte man gar nicht benutzten", sagt Jürgen Gruber, der seit vielen Jahren im Verein aktiv ist.

Nur mi tTeamwork funktioniert das Projekt

Tischler und Maler arbeiten hier Hand in Hand. Die Fenster waren auch nicht dicht, denn sie liegen an der sogenannten Wetterseite. "Die Bleche außen werden auch mit erneuert, sie waren verschlissen." Für 40.000 Euro wurden dieses Jahr Sanierungsarbeiten an der Eingangstreppe und an den Fenstern des Schlosses möglich.

Die Fördermittel, die bewilligt wurden, liegen bei einer Summe von 25.500 Euro. Dass der Eigenanteil, den der Schlossförderverein Mühltroff auf sich nimmt, höher als geplant ausfällt, dafür gab es dankende Worte seitens der Stadt Pausa-Mühltroff.

Der Schlossförderverein hatte die Stadt maßgeblich unterstützt, um den Höchstfördersatz zu erhalten. Die Kommune hatte 2.000 Euro im Haushalt eingeplant. Seinen zuerst geplanten Beitrag hatte der Verein damit um 7000 Euro auf 12.500 Euro aufgestockt.

"Bei der Entscheidung ist uns durchaus bewusst gewesen, dass es sicher nicht so schnell wieder die Möglichkeit für Fördermittel für Erhaltungsmaßnahmen am Schloss gibt", sagt Mario Taubner-Wude vom Schlossförderverein. Dass die Haupteingangstreppe saniert werden kann, freut den Verein besonders.

"Wir sammeln seit unserem 20-jährigen Vereins-Jubiläum im Jahr 2015 Spenden dafür. Nun können wir hoffentlich bald die "neue" Treppe allen Spendern präsentieren und uns damit für die Spenden bedanken."