Schmelzungen im Plastik-Zeitalter

Premiere Auerbacher Verbraucherschützer präsentieren Künstler von der Insel

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Beratungsstellen-Leiterin Heike Teubner im Gespräch mit Glenn West.Foto: Thomas Voigt

Auerbach. Ob Computer, Rasierer, Radkappen oder Einkaufstüten - Kunststoffe sind im Alltag allgegenwärtig und nicht wegzudenken. Glenn West spricht vom Plastik-Zeitalter. Der Maler und Bildhauer präsentiert in den Räumen an der Plauenschen Straße 7 seine ganz speziellen Kunstwerke aus Polyethylen. Statt zum Pinsel griff der in Annaberg Buchholz lebende Engländer zur Heißluftpistole. Entstanden sind Arbeiten, die im Raum auf den ersten Blick wie Ölgemälde wirken. Die Schau ist ein Beitrag der Verbraucherzentrale Auerbach anlässlich der europäischen Woche der Abfallvermeidung. Die Ausstellungsräume befinden sich direkt neben der Beratungsstelle Am Graben. Es ist die erste Kunstausstellung überhaupt, die von den Verbraucherschützern initiiert wurde. Es geht um Denkanstöße zur Ressourcen-Schonung und verantwortungsvollem Handeln im Alltag. Der in Leicestershire geborene Künstler überrascht mit abstrakten, zumeist farbintensiven Bild-Kompositionen. Genau genommen sind es Schmelzungen. Das verwendete Material eignet sich scheinbar bestens zum Experimentieren. Die grob strukturierte Oberfläche reflektiert im Licht die darunterliegenden Ebenen. Für Auerbachs Rathauschef Manfred Deckert ließ sich der Plastik-Künstler etwas ganz Besonderes einfallen. Auf einer Komposition ist ein landender Skispringer mit der Nummer 17 zu sehen. Mit dieser Startnummer gewann Deckert 1980 bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid die Silbermedaille im Einzelspringen von der kleinen Schanze. Die Schau kann noch bis zum 15. Dezember zu den Öffnungszeiten der Verbraucherzentrale besucht werden.