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Sachsen

Schüler im Einsatz gegen den Rüsselkäfer

Aktion Schüler unterstützen Verein Bürgerinitiative zum Schutz der Natur

Kloschwitz. 

Kloschwitz.Mit natürlichem Harz gegen den gefräßigen Großen Rüsselkäfer, so will der Verein Bürgerinitiative zum Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach seine Bäume auf der Streuobstwiese schützen. Was der Borkenkäfer für den Wald ist, ist der Große Rüsselkäfer für Obstbäume. Sagt Peter Luban, der Vereinsvorsitzende, und erklärt: "Der Rüsselkäfer legt seine Larven unten an der Wurzel ab, das sieht man gar nicht. Im Jahr darauf, wenn die Käfer aus den Larven geschlüpft sind, frisst er die Blätter ab." Auch die Wurzel wird geschädigt. Vor allem junge Bäume sind gefährdet. Sie sterben dann ab. "Der Große Rüsselkäfer ist der schlimmste Schädling für die Obstbäume", sagt Peter Luban.

Natürliches Mittel gegen die Käfer

So kam die Hilfe der 16 jungen Leute vom Diesterweg-Gymnasium genau richtig. Immerhin sollten 220 Obstbäume, jeder einzeln, ein Schutzmittel vor dem berüchtigten Schädling erhalten. Dafür wurde das Harz vom sogenannten Neembaum zu Füßen der Bäume eingebracht. Genauer gesagt Neem-Pellets. Anschließend mit Wasser versehen, löst sich das Ganze auf und kann wirken. "Dies ist ein natürliches Mittel gegen den Großen Rüsselkäfer, denn dieser hat dieses Jahr doch Fressschäden bei uns verursacht", sagt Peter Luban. "Zugleich ist es auch eine gute Düngung - ohne Chemie." Der Neembaum wächst übrigens in Asien. Die jungen Leute waren mit Eifer und geeignetem Werkzeug bei der Arbeit.

"Es ist eine super Initiative"

"Wir haben gedacht, da unsere Lehrerin in der Bürgerinitiative zum Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach ist, könnten wir einen Arbeitseinsatz machen und für die Natur etwas tun", meinte Felix Ranca. Dass er das Projekt gut findet, äußerte Raphael Müller. Auch dass die Bürgerinitiative so zusammenhält. "Es ist eine super Initiative", ergänzte Theodor Sachs und auch Kyra Tauscher fand die Idee richtig gut, dass sie hier als Schüler etwas für den Naturschutz tun konnten.