Schweiß und Herzblut fürs Trabirennen

Bastler Teams machen sich mit letzten Handgriffen startklar

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Sven Güther (links) und Holger Diersch vom Team Blues Devil. Foto: Simone Zeh

Pausa. Wie viele andere Trabiteams auch ist das aus Tanna fit fürs Rennen. Keine Frage, wenn es auf die Piste geht, sind Sven Güther aus Stelzen, Thomas Bähr aus Tanna und Holger Diersch aus Pöllwitz mit von der Partie. Die drei Hobbyrennfahrer gehören zum Team Blue Devil und haben ihre blaue Rennpappe technisch und optisch auf Vordermann gebracht.

Was das Ziel ist beim Trabi-Rennen?

"Voriges Jahr hatten wir den achten Platz, da wollen wir anknüpfen", sagt Sven Güther und grinst. Immerhin haben die Trabifans schon im Februar angefangen, ihre Pappe in Schuss zu bringen. "Jede Woche mindestens einmal haben wir uns getroffen. Jetzt ist er fertig."

Der Stolz steht den dreien ins Gesicht geschrieben. Der blaue Trabant ist Baujahr 1988 und wird wahrhaftig zum achten Mal in Pausa auf den Parcours geschickt.

Ersatzteile werden immer teurer

Wobei: "Der Wiederaufbau kostet uns rund tausend Euro", so Holger Diersch aus Pöllwitz. Pappteile, Feder, Motor - es ist einiges neu. Ist es schwer, jedes Jahr immer wieder an neue Teile zu kommen? "Naja, neu sind sie ja nicht. Es gibt eigentlich alles. Aber kostete der Motor Anfang der 90-er Jahre noch hundert Euro, muss man jetzt über 400 Euro dafür hinblättern." Deshalb sucht sich jedes Rennteam immer wieder Sponsoren.

Die Trabis, alle auffallend farbig lackiert und auch aus diesem Grunde ein Augenschmaus, tragen Namen von ihren Unterstützern, denn ohne solche kann man kaum starten. Etwa 50 Rennpappen aus nah und fern gehen diesmal an den Start.