Schwelgen in Erinnerungen: Alte Brauerei im Vogtland wird zum Schatzhaus

Eine faszinierende Weihnachtsausstellung im Depot Eibisch in Zwota erfreut die Herzen der kleinen und großen Besucher. Am 28. Dezember öffnet die Ausstellung noch einmal die Türen.

Klingenthal/OT Zwota

Von außen lässt das Depot Eibisch in der Braugasse 5 im Klingenthaler Ortsteil Zwota nicht den Schluss zu, was sich im Inneren des Gebäudes verbirgt: Es sind wahre Schätze, per Hand gefertigt und aufgrund der vielen, vielen Jahre schon mit einer Patina überzogen, die die Familie um Vater Georg Carsten Eibisch, Ehefrau Sandra und Tochter Heidi den Besuchern vor dem Weihnachtsfest und auch noch danach präsentieren.

 

60 Pyramiden, 250 Räuchermänner: Sammler-Parade im Depot

Das Depot Eibisch "beherbergt" mehr als 60 Pyramiden verschiedenster Stilrichtungen, eine ganze Parade von Nussknackern - der geschätzte Besucher kann sie gar nicht zählen, da kleine wie große in verschiedenen Paraden aufgereiht sind. Auch die Raachermännl - im Vogtland wie im Erzgebirge gehören diese zur Weihnachtszeit dazu - es mögen rund 250 sein, die die Augen der Besucher erfreuen, ebenso wie die mehr als 40 Bergmann- und Engel-Paaren.

 

Von Krippe bis Rummel: Die Höhepunkte und letzte Termine

Die größte Watte-Engelsammlung in Zwota, der rund sechs Quadratmeter große Krippenberg, der erweiterte Rummelplatz, der vier Quadratmeter große Heimatberg, die zwei elektrischen Bahnanlagen und vieles mehr warten darauf, von den Besuchern neugierig beäugt zu werden, in der Weihnachtsschau in der Alten Brauerei in Zwota. Letztmalig besteht dazu die Möglichkeit, dies am Sonntag, 28. Dezember, von 14 Uhr bis 18 Uhr zu tun. Der Eintritt ist frei. Wem die wohl einmalige Ausstellung im oberen Vogtland gefällt, ist gern bereit, einen kleinen Obolus zu geben.

Unterhalb des Zugangs zum Eingang, etwas abseits, steht eine in Lebensgröße aufgebaute Krippe. Diese sollte nicht verschmäht werden, denn es steckt viel Liebe zum Detail drin.

 

25 Jahre Leidenschaft: Wie die Weihnachtsschau begann

Am Eingangsbereich begrüßte Tochter Heide die Gäste, als sich um 14 Uhr die Türen für die neugierigen und erwartungsvollen Besucher öffneten. Weihnachtliche Musik stimmte auf die private Weihnachtsausstellung ein. Heidi Eibisch gab im Gespräch Einblicke, wie die Weihnachtsschau ins Leben gerufen wurde. Seit rund 25 Jahren sammelt die Familie Dinge, die fest mit dem Weihnachtfest und den Bräuchen in Verbindung gebracht werden können. Da wurde beim Blick in den heimischen Speicher schnell die Idee geboren zu einer Weihnachtsausstellung.

 

Der Platz wird knapp: Die Sammlung wächst durch Spenden

Und es sprach sich in dem kleinen Ort Zwota und den anderen Orten ringsum schnell herum, was die Familie Eibisch so vor hat. So fanden aus vielen Speichern so manches Raachermännl, so mancher Nussknacker, Engel, Bergmann, Schneemann, viele Sterne den Weg ins Depot der ehemaligen Denk-Brauerei. Platz ist dort ausreichern vorhaben. Wobei, nüchtern betrachtet, das Platzangebot, doch allmählich zur Neige geht.

 

Küchengeräte wecken Erinnerungen: Schätze mit Familiengeschichte

Auch deshalb gibt es einen Rundgang, der den Besucherstrom lenkt. Und siehe da, das Betrachten der vielen schönen, zur Faszination neigenden Schätze, ließ beispielsweise zwei ältere Damen in Erinnerungen schwelgen, einmal vor dem Hintergrund der bis heute mit Hand gefertigten und zu bewahrenden Kostbarkeiten, aber auch zu den ausgestellten (historischen) Küchengeräten und Schlitten aus der Nachkriegsweihnachtszeit. Oft fiel der Satz: "Weißt du noch, meine Mutter und ich haben damit die Klöße und Bambes gemacht." Die Entgegnung: "Ja, ja natürlich, bei uns war das auch so." In Erinnerungen schwelgen - das stand bei den Besuchern auf der Tagesordnung wie beim Ausstellungsstück des historischen Rummels im Miniformat.

 

Der besondere Bergmannszug

"Vieles hat mein Vater", berichtet Heidi Eibisch, "mit viel Mühen selbst gebaut, geschenkt bekommen, wenn es kaputt war wieder hergerichtet und auch schöne Stücke auf Flohmärkten bekommen." Sehenswert für Kleine und Große ist die Parade der Bergmänner. Sie tauchen mit Musik aus dem Schacht auf und fahren auf der anderen Seite ins Bergwerk ein.