Seit 25 Jahren ist er für die Stadt im Dienst

Personalie Pausaer Bürgermeister hört vorzeitig auf

seit-25-jahren-ist-er-fuer-die-stadt-im-dienst
Jonny Ansorge an seinem Schreibtisch.Foto: Simone Zeh

Pausa. Seit 18 Jahren hat Jonny Ansorge in Pausa - seit einigen Jahren in Pausa-Mühltroff, als Bürgermeister den Hut auf. Sieben Jahre davor fungierte er als Stellvertreter vom damaligen Bürgermeister Friedhold Schwabe. Macht 25 Jahre insgesamt. Jetzt will er einen Schlusspunkt setzen. "Ich mache es gerne, ich bin auch nicht amtsmüde", sagt der 63-Jährige. "Aber ich bin gesundheitlich angeschlagen."

"Halbe Sachen mag ich nicht"

Er merke, dass er die gesamte Wahlperiode bis 2022 nicht beenden könne. "Ich erkenne, dass ich Grenzen bekomme. Man muss wissen, wenn es nicht mehr geht", so der Bürgermeister. "Halbe Sachen mag ich nicht." Und was nütze es, wenn man vielleicht einen Herzinfarkt bekomme. Nach der Zeit müsse auch noch eine Zeit sein, das sage ein Sprichwort.

Er wünscht sich wieder mehr Zeit für die Familie, Hobbies und das Reisen

Da fallen ihm besonders die Enkel ein. "Für meinen ersten Enkel, jetzt 18 Jahre alt, hatte ich wenig Zeit." Zwei weitere Enkelkinder sind im Schulalter. "Jetzt habe ich seit Herbst noch eine Enkelin, sie wohnt in Unterreichenau." Von ihr wolle er noch etwas haben. Ansorge fallen noch mehr Sachen ein, für die er bisher keine Zeit hatte. "Früher hatten wir Kanarienvögel, damit werde ich wieder anfangen. Und wir wollen verreisen. Ich habe ja auch ein Faible für Archäologie. Wir haben viel gesehen und gute Erinnerungen."

Und auch auf Zuhause freue er sich. Auf den Garten. Was Jonny Ansorge wichtig ist? Dass es weitergeht in der Kommune. "Wir haben viel aufgebaut. Schule, Kita, Hort. Die Turnhalle will ich noch fertigbringen." Der genaue Zeitraum für die Übergabe ist noch nicht bekannt.