Selbsthilfegruppe "Aktiv gegen Depression"

Interview Vogtländerin Brigitte Mothes: "Die Gruppe ist ein Ankerplatz"

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Vor über einem Jahr gründete Brigitte Mothes die Selbsthilfegruppe "Aktiv gegen Depression". Inzwischen hat sich vieles im Leben der Vogtländerin verändert. BLICK-Reporter Thomas Voigt fragte nach.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung rund um die Gruppe?

Ich denke, wir haben vieles richtig gemacht. Mit der Auerbacher Lebenshilfe haben wir von Anfang an den passenden Partner gefunden. Bei unseren Treffs im Begegnungszentrum 'Zebra' fühlen für sich alle wohl.

Wieviele Betroffene suchen Hilfe bei Ihnen?

So eine Gruppe verändert sich ständig. Aktuell sind um die 15 Leute regelmäßig dabei. Damit bin ich sehr zufrieden. Zu unserer Gruppe gehören aktuell 26 Personen. Für viele ist die Gruppe so was wie ein Ankerplatz. Therapieplätze sind rar. Meistens muss man lange darauf warten. Manche Patienten nutzen die Gruppe als Überbrückung."

Was hat sich in Ihrem Leben verändert?

Mittlerweile ist die Arbeit für die Selbsthilfegruppe fast wie ein Vollzeit-Job. Aber es ist positive Energie und macht mir Spaß. In den vergangenen Monaten konnte ich jede Menge Kontakte knüpfen.

Das klingt interessant. Wie sieht das konkret im Alltag aus?

Ich bin oft im Sächsischen Krankenhaus Rodewisch. Auf den verschiedenen Stationen habe ich die Möglichkeit, den Patienten unsere Arbeit näher vorzustellen. Zum Klinik-Parkfest im Juni ist unsere Gruppe mit eingebunden.

Voriges Jahr haben Sie zusätzlich noch den Verein Selbstbewusstsein gegründet. Wie ist da der Stand der Dinge?

Der Schwerpunkt liegt auf unserem Garten-Projekt im Freudenthal. Davon profitiert natürlich auch die Selbsthilfegruppe. Generell kann bei uns aber jeder mitmachen, der Lust an der Gartenarbeit in der Gemeinschaft hat. Gemeinsames Kochen und Töpfer-Workshops kamen bisher ebenfalls gut an. Wer also mitmachen will, kann sich jederzeit bei uns melden. Im Moment arbeiten wir daran, dass jemand täglich vor Ort sein kann. Der Förderantrag ist bereits gestellt.

Was steht als nächstes bei Ihnen an?

Am 15. März laden wir zu einem Vortrag ins Zebra an die Katzensteinstraße ein. Der Bestseller-Autor Uwe Hauck stellt sein Buch "Erfahrungen aus der Klapse" vor. Ab 18 Uhr geht's los. Anmeldungen sind telefonisch unter der Nummer 0176 70761950 erwünscht.

Vielen Dank für das Gespräch. Das BLICK-Team wünscht Ihnen weiterhin viel Erfolg.