Sie hilft Opfern "Ritueller Gewalt"

Bündnis Arbeitskreis gegen "Rituelle Gewalt" in Plauen gegründet

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KARO-Geschäftsführerin Cathrin Schauer-Kelpin. Foto: Karsten Repert

Plauen. Weil es diese abscheulichen Taten auch im Vogtland gibt, hat sich der Arbeitskreis "Rituelle Gewalt" in Plauen gegründet. Das sachsenweit agierende Bündnis arbeitet unter Federführung des KARO e.V.

Geschäftsführerin Cathrin Schauer-Kelpin kennt man seit vielen Jahren als engagierte Streetworkerin. Die examinierte Krankenschwester und diplomierte Sozialpädagogin freute sich im Rahmen eines Fachtages über das Erscheinen von insgesamt 60 Hilfsorganisationen, Ärzten, Psychotherapeuten und Polizeibeamten aus ganz Sachsen.

Prominente referierten

Prominente Referentinnen wie zum Beispiel Sylvia Eilhardt, Leiterin der einzigen staatlichen Aussteigerberatungsstelle in Deutschland, waren gekommen. Im Hotel Alexandra saß auch Manfred Paulus, Erster Kriminalhauptkommissar a.D. aus Ulm sowie Rudolf von Bracken, Fachanwalt für Familienrecht und Kinderrechtsanwalt aus Hamburg. Sie alle hielten Vorträge zum Thema.

Kinder sind die Leidtragenden

Dass Kinder immer wieder Opfer von ritueller Gewalt werden, ist demnach unbestritten. Doch irgendwie hat die ganze Gesellschaft im Kollektiv versagt. Cathrin Schauer-Kelpin stellt klar: "In Deutschland wird Opfern ritueller Gewalt immer noch zu wenig geglaubt. Weder vor Gericht und oft auch nicht von Helfern. Fakt ist, dass diesen Kindern und Erwachsenen nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit geholfen werden kann."