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Sie werden fit gemacht fürs Leben

Schulprojekt MJA und Opferhilfe Gast an Dittes-Oberschule

Plauen. 

Plauen. Jeder kann Opfer einer Straftat werden. Noch viel zu oft kommen die Täter davon. Dabei löst ein solch schlimmes Erlebnis oftmals erhebliche psychische, soziale und materielle Folgen aus. Nicht selten werden Opfer von Straftaten mit ihren Empfindungen wie Schock, Angst, Wut, Empörung oder Scham allein gelassen. Für den Verein Opferhilfe Sachsen e.V. ist Katja Lechtenbörger als professionelle Beraterin im Einsatz. Sie ist in Plauen für Frauen und Männer, aber auch für Jugendliche und Kinder da. Die Psychologin weiß wie sich die Opfer oder Zeugen einer Straftat fühlen und hilft, gegen die bösen Gedanken zu kämpfen.

Keine heile Welt vorgaukeln

In der Dittes-Oberschule werden die Teenager fit gemacht fürs Leben. "Dazu gehört zum Beispiel auch das Thema Selbstverteidigung", berichten die Schulsozialarbeiterinnen der Mobilen Jugendarbeit. Alisa Schaarschmidt und Melanie Hechler wissen, dass es wenig Sinn macht, den Heranwachsenden die heile Welt vorzugaukeln. "Im Leben warten viele Hindernisse, manchen kann man aus dem Weg gehen", erläutern die beiden Frauen.

Schocktherapie wirkt

In der Projektwoche haben die Dittes-Oberschüler einiges erfahren, was sie noch nicht wussten. "Wie es ist, wenn man bereits als Schüler in die Elternrolle gezwungen wird, das haben wir auch geübt. Mit elektronischen Babys kann man das simulieren." Die Schocktherapie hilft. Denn so bekommen die Mädels gezeigt, was es überhaupt bedeutet, Mama zu sein. Melanie Hechler und Alisa Schaarschmidt gehen mit dem Projekt zum Thema "Problem Liebe?!" immer wieder in die Klassen. "Die Schüler hier sind aufmerksam und sie arbeiten ganz aktiv mit", berichtet Alisa Schaarschmidt.

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