So will das Vogtland Gäste für sich gewinnen

Tourismus Verband rechnet dieses Jahr mit 30 Prozent Umsatzrückgang

Zeulenroda. 

Zeulenroda. "Aufgeben ist keine Option." Diese Kampfansage machte Alexandra Glied, Chefin des Plauener Hotels "Alexandra" am Mittwoch während der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Vogtland (TVV)im Bio-Seehotel Zeulenroda. Über 50 Mitglieder zogen Bilanz und diskutierten über neue touristische Strategien in der Corona-Krise. Landrat Rolf Keil (CDU), der beim TVV den Vorsitz hat, rechnet in diesem Jahr mit 30 Prozent Umsatzeinbruch.

Corona veränderte alles

"Bis wir wieder auf dem Niveau von 2019 sind, wird es schätzungsweise bis Ende 2022 dauern." Mit rund 546.500 Ankünften und fast 1,8 Millionen Übernachtungen war 2019 ein gutes Jahr für den fusionierten Verband, blickte er zurück. Corona veränderte alles. Nun komme es darauf an, potenzielle Urlauber, die in diesem Jahr nicht ins Ausland reisen wollen auf das Vogtland aufmerksam zu machen. Nach Einschätzung von Keil habe die Wanderregion mit all ihren Möglichkeiten großes Potenzial, sich gegen andere Mitbewerber zu behaupten.

"Jetzt geben wir die Beiträge zurück."

Ein positives Echo gab es beispielsweise auf die Eröffnung des Kulturweges der Vögte. Noch in diesem Herbst soll auf der Burg Mylau ein Informationszentrum öffnen. Jetzt geht es darum, uns mit soliden Preisen zu empfehlen." Das sieht die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) genauso. "Entscheidend wird sein, dass die Gäste Vertrauen in unsere Konzepte haben." Die stellvertretende TVV-Vorsitzende setzt weiterhin auf einen starken Zusammenhalt des länderübergreifenden Vogtland-Tourismus. Den Leistungsträgern wolle man in schwierigen Zeiten entgegenkommen. Bei der Neuauflage vom Gastgeberverzeichnis bräuchten sie ihre Anzeigen nicht zu bezahlen. "Wir haben gut gewirtschaftet. Jetzt geben wir die Beiträge zurück." Zum TVV gehören aktuell 314 Mitglieder.