So wird das Vogtland noch Touristen-freundlicher

Tourismus Burgsteingebiet braucht mehr Nahverkehr

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Das Herrmann-Vogel-Haus in Krebes zählt zu den touristischen Perlen im Burgsteingebiet. Heike Löffler (r.) im Gespräch mit der früheren Leiterin des Vogtlandmuseums Silke Krahl. Foto: Thomas Voigt

Weischlitz. Das Vogtland wird immer bekannter. Zu dieser Einschätzung kommt Heike Löffler. Die Geschäftsstellen-Leiterin des Vogtländischen Mühlenviertels hört genau hin, wenn die Touristen über ihre Aufenthalte im Vogtland berichten. So werde das Burgsteingebiet in der Gemeinde Weischlitz als authentischer Landstrich beschrieben, der noch nicht verbaut ist.

Ein Problem: der mangelhafte Schienenverkehr in den Gemeinden

Trotz dieser positiven Einschätzung kennt Löffler die Knackpunkte bei der touristischen Weiterentwicklung. Ein Problem ist der Schienenverkehr im Gemeindegebiet. Vielerorts fahren die Züge inzwischen ohne Halt durch. Die Menschen vor Ort wünschen sich wenigstens Bedarfshaltestellen. Auch die Tourismus-Expertin hofft, dass sich in dieser Richtung noch etwas tut.

Dazu plant sie ein baldiges Treffen mit Thorsten Müller vom Verkehrsverbund Vogtland (VVV) im Herrmann-Vogel-Haus. Eine Mitarbeiterin des Vogtlandmuseums werde ebenfalls bei diesem Gespräch dabei sein. Das Kleinod bei Krebes wird von der Stadt Plauen betrieben. Voriges Jahr zog das in malerischer Umgebung eingebettete Haus laut Löffler rund 950 Gäste an. "Da sind Kinder und Schulklassen nicht mit eingerechnet."

Es geht bereits voran

Die touristischen Erfolge seien in dieser Gegend schwer messbar. "Es gibt kaum Statistiken." Das liege in erster Linie daran, dass die Besucher zumeist bei Privatvermietern mit Pensionen unter zehn Betten übernachten. Diese Gasthäuser müssen keine Registrierung führen. Löffler hofft, dass der öffentliche Personennahverkehr im Burgsteingebiet im Zusammenspiel mit den touristischen Herausforderungen künftig wieder eine größere Rolle spielen wird.

Nach dem Rückzug der Vogtlandbahn in diesem Gebiet wird die Schiene vermehrt von der Erfurter Bahn genutzt. Die Pläne des VVV zum Vogtlandnetz 2019 - ab Oktober nächsten Jahres soll der Nahverkehr in der Region in neue Bahnen gelenkt werden - begrüßt Löffler. Es sei ein gutes Zeichen und mache Mut, die Dinge im ländlichen Raum voranzubringen. "Der ÖPNV hat eine 180-Grad-Wendung vollzogen."