Sorgenfalten bei Zweckverband

Nahverkehr Bei Verkehrsleistungen klafft 2019 eine Finanzierungslücke

Für den Öffentlichen Personennahverkehr im Vogtland (ÖPNV) stehen für nächstes Jahr knapp über 47 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist fast genau so viel wie im fast abgelaufenen Haushaltjahr. Dennoch machen sich die Verantwortlichen des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) Sorgen. Aufgrund der ungeklärten Verteilung der Regionalisierungs-Mittel bestehen derzeit keine genauen Kenntnisse über die realen Zuweisungen aus der Finanzierungs-Verordnung des Freistaates Sachsen für den ÖPNV im Vogtland. In den kommenden Jahren wird mit Kürzungen der Zuweisungen durch den Freistaat gerechnet. Demnach klafft 2019 bei den Verkehrsleistungen eine erhebliche Finanzierungslücke. ZVV-Vorsitzender Rolf Keil brachte es während der Verbandsversammlung auf den Punkt. "Das hätte zur Folge, dass 2019 für Verkehrsleistungen im Vogtland schon 25 Prozent der erforderlichen Einnahmen fehlen." Im Fokus stand auch der Beschluss zu einer neuen Schülerbeförderungs-Satzung. Sie tritt ab dem neuen Schuljahr in Kraft. Mit der Abstimmung wird ein Eigenanteil von 120 Euro jährlich für alle Leistungen aus der Schülerbeförderungssatzung eingeführt. Die Verkehrsunternehmen bieten für das personengebundene Ticket neue Konditionen an. Es kann auf allen Strecken des Verkehrsverbundes ganzjährig - auch in den Sommerferien - genutzt werden. Auch der Verwaltungsaufwand soll gesenkt werden. Die bisherige Pflicht der Eltern, für jedes Schuljahr einen neuen vollständigen Antrag zu stellen, entfällt. Nach einem genehmigten Erstantrag wird zukünftig nur noch vereinfacht geprüft, ob die Voraussetzungen sich geändert haben.