Spaß am Fußball ist zurück in Rodewisch

Vereinsleben Beim FCR gibt es kein Geld, dafür aber ganz viel Miteinander unter den 180 Mitgliedern

Rodewisch. 

Rodewisch. Der 1. FC Rodewisch (180 Mitglieder) ist vor 111 Jahren gegründet worden. Die große Tradition des Vereins ist das Lebenselixier. Denn hier hat man die Grundwerte der Gründungsväter von 1908 wiederbelebt und das heißt, kein Spieler bekommt Geld. Stattdessen investieren die Rodewischer in ihre Sportanlage beziehungsweise auch ins Vereinsleben.

Genauso verkraften die Rodewischer immer wieder Rückschläge. Seit fünf Jahren kickt die erste Männermannschaft in der höchsten Spielklasse des Vogtlands. Und nach zuletzt zwei eher mageren Jahren geht es beim Vizemeister von 2016 jetzt wieder aufwärts. Der Betreuerstab mit Andreas Wolf, Jörg Wutzler, Eric Tennstädt und Heike Wünsch durfte sich in dieser Saison bereits über sieben Siege freuen und der FCR spielt als derzeitiger Fünfter um einen Medaillenplatz mit.

Benjamin Bruhnke (9 Tore), Danny Remter (9) und Maurice Marthol (6) führen die interne Torschützenliste der Männer an. Als Aktivposten sorgen Roberto Kleber (16 Spiele / 1.440 Einsatzminuten) und Kevin Harand (16/1.358) für Stabilität im Vogtlandliga-Team. Auch die zweite Mannschaft ist ziemlich erfolgreich. Der Aufsteiger rangiert in der Kreisliga B mit ebenso sieben siegen derzeit auf Platz fünf. Mit Dirk Stolpmann (10 Treffer) hat die "Zweite" einen alten Hasen vor den Karren gespannt, der ganz viele junge Leute mitzieht.

Gleichberechtigung ohne Hochmut

Insgesamt gehören 37 Spieler dem Großaufgebot der ersten und zweiten Mannschaft an. "Der Spaß am Fußball ist zurück in Rodewisch", freut sich Eric Tennstädt, der als Spielausschussleiter im Verein unter anderem auch den Bau des neuen Kunstrasenplatzes für die Euphorie verantwortlich macht. Großspurige Reden kommen von den Rodewischern um Vereins-Chef Stefan Gäbler aber trotz des Aufwindes nicht.

In Rodewisch gilt übrigens folgender Grundsatz: "Bei uns ist der Platzarbeiter, die Waschfrau und wirklich jeder, der etwas tut im Verein genauso viel wert wie der Toptorjäger. In dieser Spielklasse gehört es sich nicht, für Fußballer Geld zu bezahlen", finden die Rodewischer. Sie haben dabei nicht vergessen, dass sie es in ihrem Verein einst selbst ebenso getan hatten und gescheitert waren. Diese Demut fühlt man. Mehr zum Verein gibt es im Internet auf der Seite des Vereins: www.fcrodewisch.de.