Sprechendes Buch und Puppenschallplatten

Weihnachtsausstellung "Konsum und Kindermedien" im Neuberin-Museum

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Jacqueline Heidel vom Neuberin-Museum zeigt die Minischallplatten.Foto: Simone Zeh

Reichenbach. Bunte Minischallplatten, ein sprechendes Buch, und weitere außergewöhnliche Exponate kann man in der Weihnachtsausstellung "Konsum und Kindermedien" im Neuberin-Museum Reichenbach bewundern. "Tonträger und Adventskalender sind die Schwerpunkte", sagt Jacqueline Heidel vom Neuberin-Museum. Das sprechende Buch aus dem Jahr 1889 von Theodor Brand hat acht Doppelseiten, die Stimmen imitieren Vogel, Katze, Kuckuck und andere Tiere.

Schallplatten zum Vernaschen

"Das Buch, welches wir nur hinter Glas zeigen können, kann man als den Vorläufer vom Grammophon bezeichnen." Als damalige Sensation bezeichnet Jacqueline Heidel die "sprechende Schokolade, damit ist ein Phonograph mit Schallplatten aus Schokolade aus dem Jahr 1903 gemeint. Die Platten konnte man abspielen und essen. Dann war Nachschub gefragt. Nach dem Grammophon erst kamen Plattenspieler, und Kassettenrecorder.

In der DDR-Ecke der Schau findet man Plattenspieler für Kinder aus den 50-er und 60-er Jahren sowie Plattencover. "Damit war der DDR damals ein Coup gelungen, die Kinderplattenspielen waren ein Exportschlager", sagt die Museumsmitarbeiterin. Beliebt waren auch das Juniorfon und die Sprechpuppen mit bunten Minischallplatten. Die Kindermedien sollten vor allem der Bildung der Kinder dienen.

Die Geschichte der Adventskalender wird auch beleuchtet. Einen Jahreswendkalender mit 31 Türchen führte man in der DDR ein. In Reichenbach wurde der erste Füllkalender in der DDR gedruckt. Die Exponate stammen aus der Sammlung "Kindermedienwelten" der Hochschule der Medien Stuttgart und dem Neuberin-Museum. Das weihnachtlich geschmückte Museum zeigt zudem Pyramiden, Kaufmannsladen, Puppenecke und mehr.