Stadt soll zusammenwachsen

Wirtschaft Pausa und Mühltroff - Bürgermeister stellt sich den Fragen der Einwohner

Was ist im Moment die schwierigste Aufgabe? Auf die Frage von Katrin Löwe vom Heimatverein Pausa nannte Bürgermeister Jonny Ansorge nicht etwa als erstes die finanzielle klamme Lage der Stadt. Ihm liegt etwas anderes am Herzen. "Das weitere Zusammenwachsen von Pausa mit Mühltroff ist mein Ziel", sagte der Stadtchef. Er stellte sich den Fragen der Einwohner, als er kürzlich anlässlich seiner diesjährigen Wiederwahl zum Stammtisch des Heimatvereins eingeladen worden war. Als Bürgermeister wolle er erreichen, dass es nicht mehr "wir" und "ihr" heißt, sondern bloß noch "wir". Und: "Mühltroff sehe ich nicht als angehängt an, sondern als gleichwertig." Ein heikler Punkt ist die schwierige finanzielle Situation der Stadt, welche auch Pausaer Einwohner beschäftigt. "Mir tut Pausa in der Seele leid", sagte Helga Bachmann angesichts der derzeitigen Haushaltssperre der Stadt. "Ich bin derzeit Bittsteller, aber dafür bin ich mir nicht zu schade", sagte Jonny Ansorge. Man habe es 2009 geschafft, als es noch schlimmer war, aus der Misere heraus zu kommen. Deshalb glaube er auch, dass man es jetzt schaffe, wieder auf die Füße zu kommen. "Es wäre verheerend, wenn wir nicht mehr selbst für unsere Finanzen zuständig wäre", sagte er. Das wichtigste Projekt sei der Bau der neuen Turnhalle in den nächsten beiden Jahren. In diesem Zeitraum soll auch der Bau der Winterseite in Langenbach erfolgen, ebenfalls ein geplantes Projekt. "Die Straße ist ein Feldweg, und sie betrifft zwei Drittes des Ortes." Ziel ist auch, das man den Haushalt der Stadt für 2016 hinbekommt. "Ich versuche auch nächstes Jahr, Maßnahmen ins Rollen zu bringen. Ich rede nicht davon, sie fertig zu stellen.

Geplant gewesen seien beispielsweise Anpflanzungen innerhalb der Stadt, die man dieses Jahr nicht realisieren konnte. Weitere Themen, die zum Stammtisch angesprochen wurden, waren der öffentliche Nahverkehr, der am Wochenende in Pausa völlig fehlt, Probleme mit Müll, der von Leuten in öffentlichen Abfallbehältern getan wird, das unvernünftige Parken wochentags in der Stadtmitte sowie der Bahnhof, der derzeit alles andere als schön aussieht.