Steffen Munzert dürfen alle vertrauen

Spezialist Dieser Plauener fertigt in Kleinfriesen jedes Messer nach Kundenwunsch an

Plauen. 

Plauen. Wer regelmäßig die vielen kleinen Geschäfte in Reusa, Kleinfriesen oder Großfriesen besucht, der ist nicht auf der Suche nach dem super Preisschnäppchen, das auch schnell wieder kaputtgeht. Auf der Suche nach Qualität und Nachhaltigkeit trifft man hier absolute Spezialisten. Einer von ihnen ist Steffen Munzert. Der 52-Jährige hat 2012 im Nebengewerbe sein Geschäft angemeldet. Als Maschinenbauschlosser arbeitet der Plauener heute wie damals in der Plamag. Früher - im Jahr 1985 bei Lehrbeginn - hatte Steffen 2.000 Arbeitskollegen. Dann kam zuerst die politische Wende in der ehemaligen DDR und im Jahr 2013 ging sein Betrieb in die Insolvenz. "Man hat mich nach dem Neustart zur ISB zurückgeholt. Und jetzt heißen wir wieder Plamag und ich habe 160 Arbeitskollegen", berichtet der Kleinfriesener. Von Kindesbeinen an liebt der Vogtländer die Schnitzerei und damit zwangsläufig auch Messer. Im Gespräch räumt Steffen zuerst mit einem Vorurteil auf: "Wer sich mit Messern beschäftigt, der steht ganz schnell unter Generalverdacht."

Die Deutsche Messermachergilde hat Steffen Munzert im Visier

Vor zwei Jahren hat man ihm angeboten, Mitglied der Deutschen Messermachergilde zu werden. "Aus Zeitgründen geht das noch nicht. Vielleicht später irgendwann." Steffen ist seit 34 Jahren verheiratet und er verdankt seiner Ehefrau Silke, dass er heute jedes Messer nach Kundenwunsch herstellen kann. "Silke hat mich 2002 zum Schmiedekurs im Bayrischen Wald angemeldet", schmunzelt der unglaublich begabte Filigrantechniker, der danach immer besser wurde. Für seine Arbeitsleistung nimmt der Spezialist im Normalfall 200 Euro. Das ist vollkommen fair. Denn die meisten Kunden haben ihr Messer dann ein Leben lang. Steffen hat unglaublich viel Literatur gelesen und er kann über Stahl und rasiermesserscharfe Klingen spannende Geschichten erzählen. Dem "Messermann" darf man wirklich vertrauen. Er bietet sogar frühkindliche Messererziehung an, um Verletzungen zu vermeiden (Internetinfo www.munzert-messer.de / Telefon 03741-443880). "Natürlich kann man sich mit einem scharfen Messer verletzen. Die wichtigsten Tipps gebe ich an meine Kunden weiter." Weitere Informationen gibt es direkt vor Ort, gegenüber der Fleischerei Elbel oder im sozialen Netzwerk Facebook, wo man ihn auch finden kann.