Sterne des Sports: VFC Plauen ist Sachsensieger!

Breitensportoskar Spitzenstädter dürfen beim Bundesfinale auf Gold hoffen

Plauen. 

Plauen. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Der VFC Plauen ist am Dienstagabend Sachsensieger beim Breitsportoskar "Sterne des Sports" geworden. Ausgezeichnet hat die sächsische Jury das Projekt "Badkurve hilft". Dahinter verbirgt sich eine Initiative der VFC-Fans, die bei den Heimspielen des Fußballoberligisten in der Badkurve des Vogtlandstadions stehen. Für die "VFC-Ultras" nahmen Marcus Mosch die Ehrung und den mit 2.500 Euro dotierten "Stern des Sports in Silber" zusammen mit VFC-Geschäftsstellenleiterin Silja Schumann in Empfang. Damit haben sich die Fußballanhänger fürs Bundesfinale qualifiziert. Über je einen "Kleinen Stern in Silber" freuen sich auf Platz zwei der NSAC Görlitz und der TSV IFA Chemnitz auf Platz drei. Förderpreise gehen an den ATSV Freiberg, Sidekick Leipzig und den 1. Karate Club Hainichen. Diese sechs Sportvereine sind von den Volksbanken Raiffeisenbanken in Sachsen und dem Landessportbund Sachsen ausgezeichnet worden. Sportminister Prof. Roland Wöller und LSB-Vizepräsidentin Angela Geyer gratulierten im Grußwort. Wegen der Coronapandemie musste die sonst übliche Festveranstaltung abgesagt werden. Aber der Reihe nach.

2.500 Euro für die siegreiche Badkurve

Verdienter Lohn für sportliche Initiativen mit Vorbildcharakter in Sachsen. Auch in diesem Jahr zeichnen die Volksbanken Raiffeisenbanken des Freistaates und der Landessportbund Sachsen im bundesweiten Wettbewerb heimische Sportvereine mit "Sternen des Sports" in Silber aus. In diesem Jahr musste man allerdings wegen der Corona-Pandemie auf die feierliche Preisverleihung im festlichen Rahmen in der Staatskanzlei und - wie in den Vorjahren - auf die Mitwirkung von Sportminister Prof. Roland Wöller und von Angela Geyer, LSB-Vizepräsidentin Breitensport, verzichten. Die Übergabe der Preise erfolgte deshalb bei den Vereinen und ihren Partnerbanken vor Ort. Träger vom "Großen Stern des Sports" in Silber 2020 ist nach der Entscheidung der Jury der VFC Plauen mit seiner Initiative "Badkurve hilft!" Als Landessieger hat sich der Verein damit fürs Bundesfinale in Berlin qualifiziert. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Bewerbung wurde eingereicht bei der Volksbank Vogtland eG. Vorstand Andreas Hostalka von der Volksbank Vogtland-Saale-Orla eG und dessen Marketingleiterin Denise Schuh freuten sich über die Gastgeberrolle. Kreissportbund-Geschäftsführer Michael Degenkolb und Simone Schurig, Sportreferentin der Stadt Plauen, gratulierten ebenso persönlich wie Regina Brandt vom Landessportbund Sachsen.

In der Krise: Die VFC-Ultras zeigen Charakter

Zum Projekt: Die Corona-Krise hat das Jahr 2020 geprägt. Das öffentliche Leben stand still. Auch im Sport ging nichts mehr. Für die jungen Fans des VFC Plauen war schnell klar, dass sie sich in dieser Ausnahmesituation engagieren wollten. Mit ihrer Initiative "Badkurve hilft" gehörten sie in Plauen zu den ersten, die alle Hilfsbedürftigen kostenlos und unbürokratisch unterstützten, die sich bei ihnen meldeten. Einkäufe erledigen, Medikamente aus der Apotheke holen, Nachhilfe geben oder mit dem Hund Gassi gehen - die Fußballfans kümmern sich darum. In der ganzen Stadt wurden Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und Anzeigen geschaltet, mit denen die Fans auf ihre Initiative aufmerksam machten, sich bei den Helden der Krise bedankten und zum Durchhalten motivierten. Der Erfolg war so groß, dass "Badkurve hilft" auch nach der Corona-Krise weitergeht.

Das sind die weiteren Sieger

Über einen "Kleinen Stern in Silber" und 1.500 Euro Preisgeld kann sich die Vereinsführung vom NSAC Görlitz als Zweitplatzierter freuen. Ebenfalls ein "Kleiner Stern in Silber" und ein Preisgeld von 1.000 Euro ging an den TSV IFA Chemnitz auf Platz drei. Von der Fachjury mit Förderpreisen bedacht wurden der ATSV Freiberg, Sidekick Leipzig und der 1. Karate Club Hainichen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 6.500 Euro vergeben. In seinem Grußwort gratulierte Sportminister Prof. Roland Wöller den sechs Sportvereinen, die es in diesem Jahr bis ins Finale auf Landesebene geschafft hatten: "Die 'Sterne des Sports' sind eine wunderbare Möglichkeit, um den heute geehrten Vereinen danke zu sagen für ihr soziales und gesellschaftliches Engagement, welches sie neben ihrem regulären Trainings- und Vereinsbetrieb leisten. Sie sind damit ein ganz wichtiger Baustein für das Wir-Gefühl und Vorbild, insbesondere in solch schwierigen, von Corona geprägten Zeiten." Für den Landessportbund Sachsen gratulierte Angela Geyer, Vizepräsidentin Breitensport: "Die vergangenen Monate waren für den Breitensport keine einfache Zeit. Trotzdem haben sich wieder viele Vereine mit tollen Projekten beworben. Nicht nur unser diesjähriger Sieger auf der sächsischen Landesebene hat dabei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgegriffen und sich unbürokratisch und generationenübergreifend um eine Lösung bemüht. Wir sind stolz auf den Zusammenhalt der Sportfamilie, die sowohl in der Corona-Krise als auch darüber hinaus wieder einmal ihr nachhaltiges Engagement bewiesen hat!"

Weshalb gibt es die "Sterne des Sports"?

Die "Sterne des Sports" sind eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie zeichnen Sportvereine und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Mit ihren Angeboten fördern sie Kinder und Jugendliche, tragen zum Schutz der Gesundheit bei, unterstützen Familien oder dienen einem besseren Miteinander. Es sind große Leistungen, die leider immer noch viel zu wenig öffentliche Anerkennung finden. Die "Sterne des Sports" würdigen diese. Alle Nominierten für die "Sterne des Sports" in Silber sind Preisträger des "Großen Stern des Sports" in Bronze und haben sich somit über einen Sieg auf lokaler Ebene für den Wettbewerb auf Landesebene qualifiziert.