Sternensinger bringen "Plauener Tafel" Segen

Altersarmut Immer mehr Rentner auf Bezug angewiesen

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Die Sternensinger haben der "Plauener Tafel" Segen gebracht. Foto: Karsten Repert

Plauen. Die "Plauener Tafel" dürfte es in einem der reichsten Länder der Erde gar nicht geben. Denn die Bundesrepublik geht als viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ins Jahr 2018. Trotzdem packen sie in der "Tafel" 600 Warenkörbe pro Woche. 150 Helfer sind im Großraum Plauen im Einsatz, damit die 1.200 Kunden nicht hungern müssen.

Viele Rentner sind auf die "Plauener Tafel" angewiesen

Noch immer sträubt sich die Gesellschaft vor diesem Tabu-Thema. Selbst 17 Jahre nach dem Startschuss der "Plauener Tafel" glauben viele Vogtländer, dass die Bezugsberechtigten bestimmt auch ohne diese Nahrungsmittel hinkommen würden. Das mag stimmen. Was aber niemand sieht: "Gut die Hälfte unserer Kunden ist im Rentenalter. Inzwischen kommen sogar immer öfter Pflegedienste, um ihre Patienten mit Nahrung zu versorgen", berichtet Constanze Schumann.

Sie leitet im Sozialen Kompetenzzentrum Plauen auf der Schlossstraße 15 bis 17 die Geschicke. Diese Frau Schumann prägt seit einem Vierteljahrhundert die Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V. (1991 gegründet), unter deren Dach die "Plauener Tafel" und die "Suppenküche" angesiedelt sind. "Laut Satzung haben wir das Ziel, uns irgendwann selbst aufzulösen, weil uns keiner mehr braucht", sagen die Vereinsmitglieder.

Sternensänger segneten die Arbeit der fleißigen Frauen und Männer

Da die "Tafel" als Nahversorger für Arme davon aber weit entfernt ist und göttlichen Beistand braucht, kamen Susanne Schneider und die Sternensinger der Herz-Jesu-Gemeinde Plauen vorbei. Zwischen Blattsalat, Tomaten und vielen anderen Gemüsegaben aus den Supermärkten der Stadt, segnete der kirchliche Gesang die Arbeit der hier tätigen Frauen und Männer.