Sternquell erhält Umwelt-Auszeichnung

Brauerei Staatsminister Thomas Schmidt übergibt Plauener Unternehmen Anerkennungsurkunde

Staatsminister Thomas Schmidt übergibt die Anerkennungsurkunde der Umweltallianz Sachsen an Sternquell-Geschäftsführer Jörg Sachse. Foto: Brand-Aktuell

Plauen. Das Unternehmen Sternquell ist für seinen Umweltschutz ausgezeichnet worden. Staatsminister Thomas Schmidt überreichte die Urkunde an Geschäftsführer Jörg Sachse. Das Plauener Brauhaus senkt seit Jahren den Einsatz von Energie und Wasser bei der Bierherstellung. Das wurde jetzt gewürdigt.

Der Preis ist hoch angebunden

"Die Sternquell-Brauerei Plauen hat für ihr vorbildliches Engagement im Bereich Umweltschutz die Anerkennungsurkunde der Umweltallianz Sachsen erhalten." Thomas Schmidt, Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt, überreichte im Besucherzentrum des Brauhauses in Plauen-Neuensalz die Auszeichnung an Sternquell-Geschäftsführer Jörg Sachse.

Der Preis ist hoch angebunden. Zur Übergabe konnte Jörg Sachse auch Landrat Rolf Keil, die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas sowie Andreas Heinz als Mitglied des Sächsischen Landtages begrüßen.

1998 wurde die Umweltallianz gegründet

"Ein umweltgerechtes Wirtschaften und eine umweltorientierte Unternehmensführung gehören heute zu einer zeitgemäßen und nachhaltigen Unternehmensausrichtung", sagte Staatsminister Thomas Schmidt. Hintergrund: Die Sternquell-Brauerei gehörte 1998 zu den Gründungsmitgliedern der Sächsischen Umweltallianz.

"Die hohe Qualität unserer Bier kommt dadurch zustande, dass wir nur aus hochwertigen Rohstoffen in und mit einer reinen Umwelt brauen. Deshalb ist der Schutz der Umwelt fester Bestandteil unserer Firmenphilosophie", betonte Jörg Sachse. Der Ablauf aller betrieblichen Prozesse entspricht dem weltweit gültigen Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001, dem Umweltstandard DIN EN ISO 14001 sowie dem europäischen Umweltstandard EMAS. Die entsprechenden Zertifikate erhielt Sternquell zum neunten Mal in Folge.

Einsatz von Erdgas um 62,8 Prozent reduziert

Jörg Sachse verwies darauf, dass in den zurückliegenden Jahren die Produktpalette um eine Reihe von Biersorten erweitert wurde. Dadurch müssen die Anlagen öfter gereinigt werden. Trotzdem gelang es seit 1995/96 den Verbrauch von Wasser pro Hektoliter Bier um knapp 45 Prozent zu senken. Im gleichen Zeitraum wurde der Verbrauch von Elektroenergie pro Hektoliter Bier um 25,7 Prozent verringert. Der Einsatz von Erdgas pro Hektoliter Bier konnte um 62,8 Prozent reduziert werden.

Mitarbeiter bringen viele Ideen ein

Während eines Rundgangs durch die Brauerei konnte sich Minister Thomas Schmidt von den konkreten Maßnahmen, die zu diesen Einsparungen führten, überzeugen. Dazu gehören die Konzentration der Produktion in Neuensalz, das neue Sudhaus mit modernster Brautechnik, der Einsatz von Brennwerttechnik, die Nutzung von Abwärme als Heizung in den Produktionsräumen oder der Einsatz von erdgasbetriebenen Gabelstaplern. "Dazu kommen viele Ideen der Mitarbeiter in der täglichen Arbeit, um Rohstoffe und Energie bestmöglich zu nutzen", so Jörg Sachse.

Diese täglichen Anstrengungen spiegeln sich am deutlichsten in der Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes wider. Im Vergleich zu 1990 wurde eine Reduzierung von rund 83 Prozent erreicht. Dies liegt deutlich über den deutschlandweiten Zielen, die bis 2020 eine Verringerung des CO-2-Ausstoßes um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 vorsehen.