Störche sind im Vogtland willkommen

Umwelt Verein Pro Vogtlandschaft lässt Horst auf Tannaer Esse errichten

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Oben auf der Esse nimmt Rene Lorenz das Nistmaterial entgegen. Foto: Simone Zeh

Tanna. Jetzt können die Störche kommen - am besten ein Storchenpaar, denn das Nest hoch oben ist vorbereitet. Einwohner von Tanna haben immer wieder Störche oben in der Luft kreisen sehen. Auch Jens Neumeister aus Zollgrün, der seltenen Tierarten auf der Spur ist. Auf dem alten Schornstein wollten die Störche schon ein Nest bauen, kamen mit Ästen an."

Esse soll bewohnbar gemacht werden

Es ist die alte Esse der einstigen PGH "Neue Technik", Produktionsgenossenschaft des Handels, die viele noch aus der DDR kennen. "Ich habe selbst dort gearbeitet", sagt Jens Neumeister. Ronny Krupsky kaufte das Grundstück mit Haus samt Esse. Der Tannaer hatte selbst schon Störche gesehen und überlegt, wie man da ein Nest anbringen könnte.

Dann kam ihm die Anfrage von Jens Neumeister ganz recht, Ronny Krupsky war gleich angetan von der Idee, dass der Schornstein zum Storchennest werden könnte. Der Zollgrüner vermittelte den Kontakt zum neu gegründeten Verein Pro Vogtlandschaft, der sich in Sachsen, Thüringen und Bayern für den Artenschutz und die Erhaltung der Landschaft einsetzt.

Erst die Unterlage, dann das Nest

Auf Initiative des Vereins wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Das Forstunternehmen Prediger aus Zeulenroda rückte mit Technik an, um einen Horst für die Störche zu errichten. "Wenn bisher die Störche Äste anbrachten, fielen diese ja in der Schornstein", erklärte Peter Staudt aus Rothenacker, Ornithologe und Vereinsmitglied. Deshalb wollte man eine Nestunterlage für die Tiere schaffen. Es wurde ein hölzernes Wagenrad mit Speichen besorgt, dazu Weidenruten und andere Äste. Rene Lorenz vom Forstunternehmen befestigte das Wagenrad auf der etwa 20 Meter hohen Esse.

Daniel Steiniger vom Forstunternehmen, Vereinsmitglieder und Ronny Krupsky gingen unten zur Hand, befestigten das Astmaterial am Seil, welches nach oben gekurbelt wurde. Ob dieses Jahr noch ein Storchenpaar kommt, weiß man natürlich nicht. Aber auf nächstes Jahr hofft man ganz stark. Nicht nur die Vereinsmitglieder, auch Ronny Krupsky ist voll Vorfreude. "Wobei, Storchenglück brauchen wir nicht mehr, wir haben schon zwei Kinder", sagt er lachend.