Strumpfmuseum öffnet wieder seine Türen

Besichtigungen Mitarbeiter wollen Jugend begeistern

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Susann Hofmann freut sich bereits auf die Besucher des Strumpfmuseums in Gelenau. Foto: Andreas Bauer

Gelenau. Reichlich vier Jahre lang war es ziemlich ruhig gewesen im Gelenauer Strumpfmuseum. Nur sporadisch wurden die Türen geöffnet, um Besucher einen Blick auf die ausgestellte historische Technik werfen zu lassen. Am 6. Februar beginnt für das Objekt eine neue Ära, denn dann wird es wieder regelmäßige Öffnungszeiten geben. "Es wird immer dienstags und mittwochs von 9 bis 13.30 Uhr geöffnet sein", sagt Susann Hofmann.

Als Mitarbeiterin der Gemeinde ist sie für das Strumpfmuseum zuständig, in das sie bereits frischen Schwung gebracht hat. Durch das Basteln von sogenannten Sockenmonstern konnte sie bei besonderen Terminen wie dem Weihnachtsmarkt vor allem zahlreiche junge Besucher ins Museum locken. Der Trend, mehr auf die Jugend zu setzen, ist für Susann Hofmann der richtige Weg in die Zukunft. "Wir wollen vor allem auch Familien hier begrüßen. Und da können sich die Kinder gern in unsere Bastelecke setzten", erklärt die 37-Jährige, die als Modenäherin interessante Tipps geben kann.

Eigene Socken basteln

Außerdem hat sie sich neben den "Monstern" noch mehr Motive einfallen lassen, die Mädchen und Jungen aus den zahlreichen Socken im Museum basteln können. Dazu gehören nicht nur Schnecken, Quallen und Schmetterlinge. "Es wird auch eine Osteraktion geben, bei der wir Osterhasen und Ostereier basteln", sagt Susann Hofmann, die die Kinder mit Blumen zudem auf den Frühling einstimmen will.

Eine wichtige Rolle im Strumpfmuseum spielt aber auch weiterhin Andreas Hofmann. Wie in der Vergangenheit wird er auf Anfrage Besuchern bei Führungen die Technik sowie die Historie näherbringen, die in Gelenau 1842 mit der Gründung der Strumpfwirkerinnung begann. Von dieser Zeit zeugen unter anderem die Fahne der Innung sowie ein Spinnrad aus dem Jahr 1850. Daneben gibt es noch unzählige weitere Anlagen und Maschinen, die bald neu sortiert werden sollen. "Wir wollen etwas Luft schaffen und beleuchtete Vitrinen aufbauen", kündigt Susann Hofmann an.