Tafel-Hilfe für Haselbrunn

Suppenküche Markuskirche lädt mittwochs zum Mittagessen

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Christiane Liebers und Beate Grünler sind zwei der freundlichen Helfer, die das Projekt der Suppenküche in der Markuskirche mit umsetzen helfen. Pfarrer Andreas Vödisch sieht in der Kooperation mit der "Plauener Tafel" einen Ansatzpunkt, Hilfe in seinen Stadtteil zu transportieren. Foto: E-PR

Plauen. Die Resonanz war gering, bei der erstmaligen Durchführung eines neuen Projektes in den Räumen der Markuskirche. Ab sofort soll - erst einmal befristet bis zum 27. Dezember immer mittwochs - regelmäßig eine Speisung der Bedürftigen des Stadtteils Haselbrunn angeboten werden.

Dabei wird die Markuskirche zu einer Art "Außenstelle" der Plauener Tafel. Die dort angegliederte Suppenküche kocht regelmäßig schmackhafte Gerichte für Bedürftige der Stadt Plauen. "Wir sind der Auffassung, dass in unserem Stadtgebiet eine solche Anlaufstelle fehlt und haben deshalb mit der ALI Plauen diese Vereinbarung getroffen", sagt der Pfarrer der fusionierten Markus/Paulusgemeinde Plauen, Andreas Vödisch.

Man biete den Bedürftigen mittwochs nicht nur ein warmes Essen - immer zwischen 11.30 Uhr und 13 Uhr - sondern auch ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme, erläutert der Geistliche, der hofft, dass sich die Nutzerzahlen in den kommenden Wochen erhöhen werden. "Wir sind hier im Zentrum Haselbrunns, unsere Kirche ist ja auch ein Anlaufpunkt für Jugendliche, die den Markuskeller rege nutzen", sagt Pfarrer Vödisch.

Er will das neue Angebot nicht als eine Reaktion auf die "Volksküche" verstehen, die der rechtsextreme "III. Weg" vor einiger Zeit zur Verköstigung "bedürftiger Deutscher" eingerichtet hat. Man zeige damit allerdings auch, dass die demokratische Zivilgesellschaft für Bedürftige etwas tun kann, aber in erster Linie gehe es darum, das Angebot der Tafel in den Stadtteil zu transportieren.