Tauben an der Wand und in der Voliere

Tradition Mühltroffer Taubenmarkt am Rosenmontag

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Frank Ludwig mit einer seiner Altenburger Trommeltauben vor der Hausfassade, die ebenfalls auf Tauben hinweist. Foto: Simone Zeh

Mühltroff. Dass Tauben für ihn eine besondere Bedeutung haben, ahnt man bereits, wenn man in den Hof von Frank Ludwig in Mielesdorf kommt. An der Hauswand prangt ein Großformat-Bild - ein Taubenhaus mit seinen tierischen Bewohnern. "Früher stand bei uns im Hof auch mal ein Taubenhaus", sagt er. Wobei es freilich keine Rassetauben waren, die man hielt. Heute leben die Tauben in einer Voliere. Es sind rassige Tauben, denn Frank Ludwig züchtet Altenburger Trommeltauben in den Farbschlägen blau mit schwarzen Binden und gelb-fahl gehämmert. "Zwölf Paare habe ich", sagt er. Die Rasse gelten als zuchtfreudig. Fünfmal im Jahr kann sich Nachwuchs einstellen. "Sie legen bloß zwei Eier. Gebrütet wird 21 Tage." Nicht mehr lange hin, dann geht es los. Im Februar oder auch März. "Mit 16 Jahren hatte ich angefangen, Rassetauben zu züchten", blickt Ludwig zurück. Das war im Jahr 1979. Wir waren mehrere Züchter im Ort. Mein Onkel war auch im Mühltroffer Geflügelzüchterverein." Mit Coburger Lerchen ging es los.

Seit 2001 züchtet der Mielesdorfer Altenburger Trommeltauben. Als nächstes geht es zum Mühltroffer Taubenmarkt am Rosenmontag. Der Geflügelzüchterverein 1871 Mühltroff und Umgebung richtet die Schau aus, zu der auch Kaninchen, Hühner und andere Kleintiere erhältlich sind. Um 8 Uhr ist Beginn in der Turnhalle. Um 9 Uhr geht es im Schützenhaus nebenan mit der "Wisentataler Blasmusik" recht lustig zu.