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Westsachsen

Team Koalpha braucht unbedingt Hilfe

Weltalphabetisierungstag Betroffene funktionale Analphabeten verstecken sich oft

Plauen. 

Plauen. Wer nicht richtig lesen und/oder schreiben kann, der ist raus. Im Vogtland kümmert sich Koalpha um jene schriftfernen Menschen. Dahinter verbirgt sich die Koordinierungsstelle Alphabetisierung Sachsen und die hat im Zeitalter von "WhatsApp" und Facebook erstaunlich viel zu tun. Denn die "Leo. Level one"-Studie konstatiert eine Größenordnung von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland.

14 Prozent sind betroffen

In Sachsen mögen es um die 200.000 Menschen sein. Das heißt, 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren hat mit diesem Tabuthema ein Problem. Marie Sammler ist als Koalpha-Regionalverantwortliche der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) froh über jede Hilfe. Denn an Betroffene herankommen, das ist verdammt schwer. "Es ist ein Thema, was jeden zehnten deutschen Erwachsenen betrifft und oftmals wird es in der Gesellschaft noch nicht ernst genug genommen."

Dabei ist die Beherrschung der Schriftsprache in der heutigen Gesellschaft elementare Voraussetzung, um sich beruflich, sozial und kulturell integrieren zu können. Die Koalpha-Experten sagen: "Studien zeigen, dass viele Menschen, die die grundlegenden Kulturtechniken Lesen und Schreiben nicht ausreichend beherrschen, in ihrer sozialen Teilhabe eingeschränkt und die Zugänge zum Beispiel zum Arbeitsmarkt und zu Weiterbildungsmöglichkeiten erheblich erschwert sind."

Der Alltag in der Gesellschaft fällt schwer

Wissen sollte man, dass die funktionalen Analphabeten mit dem was sie können, gut klar kommen. Es reicht aber nicht, um den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden. "Wie die Lebenswelt schriftferner Menschen oftmals aussieht, darüber machen wir uns oft keine Gedanken", weiß Marie Sammler. Oft sind es Arbeitskollegen, Freunde oder Bekannte, die einen Betroffenen ansprechen.



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