Torjäger Martin Danowski verlässt Plauen!

Handball Einheit legt dem Kreisläufer keine Steine in den Weg

Plauen. 

Plauen. Mit 143 Toren belegte Martin Danowski vom HC Einheit Plauen Platz zwei in der Torschützenliste der Mitteldeutschen Oberliga. Der Handballer hatte beim Oberligisten gerade erst seinen Vertrag vorzeitig um weitere vier Jahre verlängert. Jetzt hat der Verein vollkommen überraschend die Vertragsauflösung bekannt gegeben. Demnach wechselt der 27-Jährige zum Ligakontrahenten HG Köthen. Das bestätigte Sabrina Lukas als Sprecherin des geschäftsführenden Vorstandes auf Nachfrage. Was ist passiert?

Danowski wollte bis 2024 bleiben

Vorab: Die Coronakrise verändert die Handballwelt seit zwei Monaten nachhaltig. Ganz besonders betroffen davon sind die vier obersten deutschen Spielklassen. Auch den HC Einheit Plauen hat es jetzt erwischt. Dessen Spieler müssen derzeit mit neuen Lebens- und Berufssituationen klarkommen. Wohl auch deshalb hatte Martin Danowski vor geraumer Zeit den Vorstand kontaktiert. "Unser Spieler war vor ein paar Wochen mit dem Wunsch an uns herangetreten, seinen bis 2024 gültigen Vertrag aufzulösen, da er in einem Unternehmen in Köthen eine Ausbildung beginnen kann", teilt der Einheit-Vorstand mit. Beide Seiten hatten in der Folge die Modalitäten ausgehandelt, da der HC Einheit für Martin Danowski in Plauen keine Perspektiven in dieser Hinsicht erkennen konnte. HCE-Trainer Jan Richter "bedauert diesen sportlichen Verlust natürlich sehr. Es ist aber für beide Seiten so am besten. Die Trennung hatte sich frühzeitig angedeutet, sodass wir bereits tätig werden konnten." Auch die Mannschaft hatte Kenntnis von dem Vorgang.

Köthen ist Station Nummer sieben

Martin Danowski kam 2018 im Alter von 25 Jahren vom TV Gelnhausen in die Spitzenstadt zum HC Einheit. Plauen war für ihn Station Nummer sechs. Zuvor spielte er bei Dessau-Rosslau, USV Halle, HSV Bad Blankenburg und beim ESV Lok Pirna. Zur Mannschaftspräsentation stellte sich der Kreisläufer den Fans mit den Worten vor: "Ich habe mich bewusst für Plauen entschieden, da ich hier sowohl ein tolles handballerisches Umfeld geboten bekomme, als auch eine Ausbildung absolvieren kann", so der gebürtige Magdeburger damals. "Daraus ist nun leider nichts geworden. Wir möchten uns bei Martin für zwei gemeinsame Jahre bedanken und wir wollen ihm natürlich keine Steine in den Weg legen", heißt es in einer Erklärung des Vorstandes. Demnach kam es in beiderseitigem Einvernehmen zur Vertragsauflösung.