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Trümmerstücke in Szene gesetzt

Projekt Granitsteine sollen neugierig machen

Talsperre Pöhl. 

Fast 70 Jahre lagen die Granitsteine neben dem Wanderweg. Es handelt sich um Trümmerstücke der im Zweiten Weltkrieg gesprengten Elstertalbrücke. Am Samstag wurden fünf dieser steinernen Zeitzeugen auf ein Baufahrzeug gehievt und am Jocketaer Feuerwehrhaus zwischengelagert. Bald sollen die Steine auf dem Wanderparkplatz unweit des Jocketaer Bahnhofes in Szene gesetzt werden.

Für das Vorhaben hat die Deutsche Bahn als Grundstücks-Eigentümer bereits grünes Licht gegeben. "Wir wollten eigentlich nur einen Stein heben", verriet Steffen Fischer. Zusammen mit Ortswehrleiter Helmar Müller hatte der Jocketaer die Idee. "Uns geht es darum, auf die Brücke speziell hinzuweisen." Der dafür vorgesehene Platz scheint bestens geeignet. Im neu gestalteten Parkplatz-Areal treffen sich viele Touristen und Wanderfreunde. Die Brücke ist nur ein paar hundert Meter weit entfernt. "Durch die Trümmerstücke bekommt man eine Vorstellung von der Wucht der Sprengung." Das Ensemble aus Steinen soll neugierig machen. Die Initiatoren drücken auf die Tube. Demnächst wird der geborgene Granit gereinigt und versiegelt. Am 16. April - also am Tag der Sprengung vor 69 Jahren - soll das Ergebnis präsentiert werden. Für Ehler Fritzsche wird dies ein besonderer Tag. Der Ruppertsgrüner packte nach dem Krieg als Hilfsarbeiter mit an. Was am Wochenende auf der Ladefläche des Baufahrzeuges landete, erkannte der rüstige Rentner sofort. "Das war die Laibung der Bögen."