Traditionsbetrieb stellt sich neu auf

konzept Göltzschtal-Verkehr GmbH investiert halbe Million Euro

Rodewisch. 

Rodewisch. Die Göltzschtal-Verkehr GmbH in Rodewisch hat neue Angebote. "Wir haben ein neues Konzept", berichtet Geschäftsführer Tino Dutzky. Der Busbetrieb, der 1993 den Verkehrshof in Rodewisch in der Bachstraße in Betrieb nahm und der zweitgrößte im Vogtland war, musste sich neu aufstellen und hat kräftig investiert.

Die Göltzschtal-Verkehr GmbH als Subunternehmer

Eine Umorientierung war nötig, da das Rodewischer Unternehmen in Oktober vorigen Jahres aus dem ÖPNV im Vogtlandkreis ausgeschieden ist. Ohne den bisherigen Linien- und Schulbus-Verkehr sah es Geschäftsführer Tino Dutzky als wichtig an, sich neu zu orientieren, neue Standbeine zu schaffen. Mit Erfolg. Die Göltzschtal-Verkehr GmbH ist nun als Subunternehmer für die Regionalverkehr Westsachsen GmbH in Zwickau tätig. Weiterhin hat man sich stärker auf den Reiseverkehr ausgerichtet. Erst im Oktober vorigen Jahres wurden 300.000 Euro in einen modernen Reisebus vom Typ Cityliner investiert. Angeboten werden gemeinsam mit zwei weiteren Anbietern aus der Region europaweit Reisen unter dem Slogan "Vogtländer Reisen". Der gleichnamige Reisekatalog informiert ausführlich. "Es sind schon knapp 60 Prozent der Reisen für dieses Jahr verkauft", freut sich Tino Dutzky.

Gelegenheitsverkehr und ein neuer Überlandbus

Ein drittes Segment der Göltzschtal-Verkehr GmbH ist der Gelegenheitsverkehr. Das betrifft zum Beispiel Fahrten für Vereine oder Schulklassen. "In dieser Sparte wollen wir weiter Fuß fassen." Im April wird ein neuer Überlandbus in Dienst gestellt. Dafür werden 200.000 Euro investiert. Mit einer Kapazität von 60 Plätzen im Bus könne man damit gute Preise anbieten. Im Bereich des Werksverkehrs werden behinderte Menschen von ihrem Zuhause zu ihrem Arbeitsplatz gebracht und wieder heimgefahren. "Wir haben insgesamt 15 Busse in verschiedenen Größen im Einsatz", so der Geschäftsführer. Ob Reisebus oder Kleinbus, auch mit Rampe für Rollstühle. 15 Beschäftigte sind im Unternehmen tätig, dazu kommen zwei Busfahrer in Ausbildung.

Das fünfte Segment ist die Werkstatt für Nutzfahrzeuge mit TÜV-Stützpunkt. Den drei Mechatronikern werden alle technischen Voraussetzungen geboten. Der Werkstattbereich soll weiter ausgebaut werden und die moderne LKW-Waschanlage künftig auch Fremdnutzern zugänglich sein.