Trainer: Bin mit meiner Strategie gescheitert

Fußball In Plauen sucht man bereits nach einem Ausweg und neuen Leuten

Plauen. Genau seit sechs Monaten wütet im Vogtlandstadion das schwerste Sturmtief, das der Fußball-Regionalligist VFC Plauen seit seiner Neugründung vor 22 Jahren überstehen muss. Gegen die leere Vereinskasse, nach wie vor sinkende Zuschauerzahlen und schwindendes Ansehen in der Öffentlichkeit versuchte die Vereinsführung in den vergangenen Wochen recht offensiv vorzugehen. Kurzfristig helfen kann aber eigentlich nur die in sich zerstrittene Mannschaft. Die trat gestern Abend gegen den Ligakrösus Rasenballsport Leipzig an, das Spiel ging nach Redaktionsschluss zu Ende. Ungeachtet dieser Begegnung aber musste VFC-Trainer Dirk Berger bereits im Vorfeld eingestehen: "Ich bin mit meiner Strategie, die Grüppchenbildung zu sprengen, gescheitert." Demnach gehören nach Philipp Unversucht (suspendiert) nun auch Justus Six, Tony Schmidt und Martin Hoßmang zu den Spielern, die dem Coach in den Rücken fallen. Ob Dirk Berger gut daran tut, die Mannschaft in aller Öffentlichkeit derart bloßzustellen, bleibt abzuwarten. Berger sagt: "Es gibt Spieler, die Kritik nicht annehmen und ausschließlich beleidigt sind. Das geht nicht im Profifußball." Nun wird ausgemustert. Die Suche nach neuen Leuten läuft.