Trainerwechsel ohne böses Blut?

Fußball VfB Auerbach zeigt, was mit Vernunft möglich ist

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Manager Volkhardt Kramer (links) und Verwaltungsrats-Vorsitzender Steffen Dünger (rechts) glauben auch am Mittwoch (Anstoß 18.30 Uhr) an den VfB Auerbach, der dann beim ZFC Meuselwitz antritt. Foto: Karsten Repert

Auerbach. So verrückt kann Fußball sein. Der VfB Auerbach legt derzeit eine unglaubliche Serie hin. 16 von 18 Punkten eroberte der Regionalligist in den letzten sechs Spielen. Gegen Fürstenwalde (3:2), Babelsberg (2:0), Lok Leipzig (2:0), Neustrelitz (2:1), Hertha BSC II (1:1) und Budissa Bautzen (3:0) hat der Verein den Kopf aus der Schlinge gezogen.

Am Trainerwechsel ändert das nichts

"Wir haben beidseitig entschieden, dass wir nicht in Vertragsgespräche gehen", betonen VfB-Manager Volkhardt Kramer und Chef-Trainer Michael Hiemisch, die im Übrigen nicht zerstritten, sondern einfach nur unterschiedlicher Auffassungen sind, wenn es um Zukunftsfragen geht. Volkhardt Kramer betonte am Montag: "Hätten wir in den Gremien unseres Vereins kein Vertrauen in Michael Hiemisch gehabt, wäre ein Trainerwechsel im Februar wahrscheinlich gewesen."

In der Hinrunde brachte es der VfB Auerbach nur auf 17 Punkte in 17 Spielen. VfB-Torwart Stefan Schmidt sagt dazu: "Die Punktausbeute hatte viele Ursachen, die niemand am Trainer festmachen sollte." Obwohl der künftige Trainer Sven Köhler frei war und sofort hätte loslegen können, verlor in Auerbach keiner die Geduld.

Der Lohn sieht so aus:

Nach zwölf Rückrunden-Partien hat der Göltzschal-Express bereits 22 Zähler gesammelt und ist im Ranking der zweiten Halbserie aktuell Zweiter hinter Energie Cottbus. Volkhardt Kramer ergänzt: "Verwaltungsrat, Vorstand, Sportliche Leitung und der Trainerstab arbeiten bei uns immer zielorientiert und sachlich in die gleiche Richtung."