Rund 22.000 Menschen haben 2025 das Museum Burg Posterstein besucht. Damit lag die Besucherzahl deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, teilt das Museum mit. Gleichzeitig war das vergangene Jahr für das regionalgeschichtliche Museum von Einschränkungen geprägt: Von Januar bis Dezember wurde der Bergfried samt Turmhaube und Kuppel saniert. Der laufende Museumsbetrieb fand über Monate hinweg neben Baugerüsten statt – ein Umstand, der den leichten Besucherrückgang im Vergleich zu den beiden Vorjahren erklären dürfte.
Viele Ausstellungen
Unabhängig davon fällt die Bilanz des Museums, das vom Landkreis Altenburger Land finanziell unterstützt wird, umfangreich aus. Vier Sonderausstellungen, 215 Veranstaltungen und vier Ferienprogramme prägten das Jahr.
Museumsverein Burg Posterstein
Das Museumsteam besteht aus fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Teilzeit. Träger ist der Museumsverein Burg Posterstein mit derzeit 60 Mitgliedern. Viele Angebote wären ohne ehrenamtliche Unterstützung nicht umsetzbar.
Beliebtes Tagesausflugsziel
Die meisten Gäste besuchten Burg Posterstein im Rahmen eines Tagesausflugs, einige nutzten den Museumsbesuch für ihren Urlaub in der Region oder als Zwischenstopp auf der Durchreise. Die günstige Lage der Burg, nur vier Kilometer von der Autobahn A4 (Abfahrt Ronneburg) entfernt, macht sie besonders leicht erreichbar.
Auch die Nähe zu Städten wie Gera, Altenburg, Leipzig, Jena und Chemnitz trägt dazu bei, dass die Burg ein beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher aus Thüringen, Sachsen und dem gesamten Bundesgebiet ist.
Ausstellungen und Veranstaltungen
2025 war thematisch breit angelegt: Unter anderem gab es die Sonderausstellung „Taktvoll – Musikgeschichte vom Salon zur Musikschule“, welche von einem umfangreichen Begleitprogramm mit Konzerten, Lesungen und Workshops begleitet wurde. Großes Interesse fand auch die Kabinettausstellung „‚Sonst nicht Neues‘ – Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg“, die mehr als 4.200 Besucherinnen und Besucher sahen.
Zahlreiche Events auf der Burg Posterstein
Insgesamt fanden 214 Veranstaltungen statt, darunter 15 öffentliche Veranstaltungen wie Feste, Konzerte oder Lesungen sowie 199 private Angebote, etwa Führungen, Kindergeburtstage, Hochzeiten und Escape-Touren. Das dreitägige Mittelalterspektakel zu Pfingsten zog rund 5.000 Besucherinnen und Besucher an.
Auch für Kinder gab es viele Attraktionen: 45 Schulen und Kitas nutzten Führungen und Programme. 67 Kinder feierten ihren Geburtstag auf der Burg. Ergänzt wurde das Angebot durch Ferienprogramme, Aktionstage und Familienveranstaltungen, darunter die „Kinderburg“, das „große Steckenpferdturnier am Weltkindertag“, der „Geistertag am Reformationstag“ und der „Advent im Salon – Märchenhaftes für die ganze Familie“.
Bauarbeiten in 2025
Von Januar bis Dezember 2025 wurde der Bergfried samt Turmhaube und Kuppel umfassend saniert. Die Aussichtsplattform wurde abgedichtet und erhielt einen neuen Bodenbelag. Parallel liefen Vorbereitungen für den Innenausbau des neuen Nordflügels, dessen Baubeginn für 2026 vorgesehen ist. Der Neubau gilt als größtes Bauvorhaben in der Geschichte des Museums und soll künftig barrierefreie Ausstellungen und verbesserte Sammlungsbedingungen und Service ermöglichen.
Aus der Sammlung: Restaurierung und Neuzugänge
Neu aufgenommen wurde unter anderem das restaurierte Gemälde „Landschaft in Venezuela“ von Anton Goering sowie ein Teil der Krippensammlung von Arthur Petrig. Das Werk von Anton Goering ist nun Teil der Ausstellung „Blind Date“ über bedeutende historische Persönlichkeiten aus dem Altenburger Land. Arthur Petrigs Sammlung wurde in der Weihnachtsausstellung erstmals präsentiert.
Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.




