Trotz Verletzung noch auf Rang drei gerast

Motorsport Stefan Tennstädt beendete ICGP-Saison 2017 erneut auf dem Treppchen

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Foto: Thorsten Horn

Rodewisch. Für das Gros der Motorsportler ist die Saison 2017 beendet. So auch für Stefan Tennstädt, und die war für den 64-jährigen Rodewischer eine gute. Zumindest nahm sie ein gutes Ende, denn angefangen hatte sie äußerst unerfreulich. "Gleich beim ersten ICGP-Rennen (International Classic Grand Prix, Anm. d. Red.) in Le Castellet in Frankreich im April bin ich böse abgeworfen worden und habe mir dabei das Becken und das Schambein gebrochen.

Mit dabei beim 90-jährigen Jubiläum

Vor Ort wurde das gar nicht festgestellt, sondern erst fünf Wochen später durch meinen Arzt zu Hause. Die zweite Veranstaltung musste ich dadurch auch auslassen", blickt der Ex-DDR-Meister und heutige Klassik-Motorradrennfahrer zurück. Während er dadurch in der ICGP, bei der richtige Rennen mit Grand-Prix-Motorrädern aus den 1970er- und 1980er-Jahren gefahren werden, kaum noch Chancen hatte, an seine bisherigen Erfolge (dreimal Vizemeister) anzuknüpfen, stand irgendwann die ADAC Sachsenring Classic an, an der er im Jahr des 90-jährigen Jubiläums unbedingt dabei sein wollte.

"Das war mein großes Ziel, zumal ich mit in die Wege geleitete hatte, dass die ICGP nach einigen Jahren Pause mal wieder in Deutschland und zum ersten Mal auf dem Sachsenring fährt." Das klappte schließlich, und nach einem dritten Platz dort sowie zwei Siegen in Rijeka/Kroatien war er sogar wieder im Rennen um den dritten Gesamtrang.

"Beim Finale in Almeria/Spanien bin ich zwei Mal Dritter in meiner 250er-Klasse geworden und so auch in Endabrechnung noch auf Rang drei nach vorn gekommen, nur einen Punkt vorm Vierten, worüber ich mich echt gefreut habe. Nach dem verkorksten Saisonanfang noch aufs Jahres-Podest zu kommen, hatte ich fast nicht mehr geglaubt."