Über Glaube, Schlachten, Pest und Plündereien

Literatur Rodewischer schreibt über 30-jährigen Krieg im Vogtland

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Siegfried Walther schreibt über das Vogtland und den 30-jährigen Krieg. Foto: Thomas Voigt

Rodewisch. Er kann und will das Schreiben nicht lassen. Rodewischs Ortschronist arbeitet an der Vollendung seines neuesten Romans. Diesmal beschäftigte sich der ehemalige Lehrer mit den Wirren des 30-jährigen Krieges im Vogtland. Inspiriert von Christophels "Simplicissimus" pirschte sich der 87-Jährige an das Thema.

Der Autor machte es sich nicht einfach

"Ich habe den Text öfters verworfen", verriet er. Als Grundlage für die historischen Bezüge dienten unter anderem Aufzeichnungen aus Kirchenbüchern. Einer der handelnden Personen - er ist der älteste Sohn einer protestantisch geprägten Familie aus der Gegend - zieht hinaus in die vom Krieg erschütterte Welt. Auf 170 Seiten dreht sich vieles um Glaube, Schlachten, Plündereien und die todbringende die Pest.

Neuigkeiten verbreiteten sich damals in den Wirtshäusern - dort wo auch die Pferde aus- und eingespannt wurden.

Das Buch soll zur Adventszeit auf den Ladentisch

Wie auch schon in seinen vorherigen Büchern ergänzt der nimmermüde Schreiberling seine Geschichte mit zahlreichen Illustrationen. Eingebettet ist die Handlung in vogtländische Zeitgeschichte. Auf dem Buch-Cover ist die Schlacht von Ruppertsgrün dargestellt.

An seinem neuesten Werk arbeitete der Rodewischer insgesamt eineinhalb Jahre. Ehefrau Liselotte las wie immer kritisch über die Zeilen. "Der Roman gibt Einblicke in eine Zeit, als die Menschen glaubten, dass der Untergang kurz bevorsteht." Spätestens in der Adventszeit soll das Buch in einer kleinen Auflage erscheinen, verriet der Rentner.