Und wieder macht es Stefan Fritzlar!

Fußball VFC Plauen spielt gegen FSV Wacker Nordhausen II 1:1-Unentschieden

Plauen. 

Plauen. Die Plauener Oberliga-Fußballer haben sich mit einem 1:1-Unentschieden (0:1) gegen den FSV Wacker Nordhausen II in die Winterpause verabschiedet. Das gestrige Spiel darf man als Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs sehen. Denn die Plauener investierten im ersten Abschnitt zu wenig. "Es war zeitweilig totenstill und ich habe schon nach 20 Minuten gesagt, dass eine Nordhäuser Ecke oder ein Freistoß genügt, um in Rückstand zu geraten", ahnte VFC-Trainer Daniel Rupf nichts Gutes. So kam es auch. Zwar monierte der Plauener Patrick Grandner: "Nach meinem Trikotzupfer ist der Schiedsrichter auf eine Schwalbe hereingefallen." Doch das störte Nils Pfingsten-Reddig wenig. Der Routinier versenkte den 17-Meter-Freistoß zum 0:1 im Plauener Kasten. VFC-Keeper Leon Seefeld "konnte nichts machen. Der war gut geschossen, das muss man leider so anerkennen."

VFC hat nach der Pause eine Schippe draufgelegt

Nach dem Seitenwechsel packten die Spitzenstädter eine Schippe drauf. Jetzt war mehr Leben in der Bude. Besaßen die Gastgeber bereits vor dem Seitenwechsel mehr Spielanteile, so wurde man jetzt auch gefährlich. Wieder einmal war es Stefan Fritzlar, der das Überdruckventil öffnete und mit seinem 1:1-Ausgleichstor die Plauener Bemühungen belohnte. "Das Tor ist schön. Ich ärgere mich aber sehr darüber, dass wir nicht gewonnen haben. Und daran habe ich ja genauso Anteil", stellte der Schütze fest. Stefan Fritzlar hatte nämlich im ersten Abschnitt eine Großchance vergeben. Doch VFC-Coach Daniel Rupf stellte sich vor seinen Stürmer: "Keiner hätte zu Saisonbeginn geglaubt, dass Stefan Fritzlar nach 16 Spieltagen mit acht Treffern auf Platz fünf der Oberliga-Torschützenliste steht. Das ist eine tolle Leistung. Sie zeigt zugleich auch, wo unser Manko zu suchen ist", schätzt der Trainer ein. Denn Stefan Fritzlar hat sich über die Rolle eines Auswechselspielers in die Start-Elf gekämpft.

Den Plauenern fehlen noch die Vollstrecker

Wie sehr den Vogtländern in den entscheidenden Momenten die Vollstrecker fehlen, das wurde an diesem 2. Adventssonntag in der letzten halben Stunde deutlich. Die Platzherren hatten nämlich im Vogtlandstadion alles im Griff. Und als sich die Gäste auch noch eine gelb-rote Karte (84., Tim Häußler) wegen Zeitspiels einhandelten, rannte der VFC auf der Zielgeraden sogar in Überzahl an. Der enorme Laufaufwand brachte aber lediglich vier, fünf "Aufreger" und dem Plauener Trainer folgende Erkenntnis ein: "Wir müssen uns für 2019 vornehmen, die vielen engen Spiele resoluter auf unsere Seite zu ziehen. Denn es war heute wieder mehr möglich." In der Tat: Der VFC hatte den FSV Wacker Nordhausen II an den Rand einer Niederlage gedrängt. Die Thüringer standen aufgrund von vier schwerwiegenden Ausfällen mit dem Rücken zur Wand. Das Fazit von Wacker-Trainer Philipp Seeland hörte sich so an: "Wir sind super glücklich, hier einen Punkt gewonnen zu haben. Gestern der Schienbeinbruch von Marco Sailer im Training. Heute zwei Ausfälle während der Erwärmung und dann geht Benjamin Kauffmann nach 20 Minuten mit Kreuzbandriss vom Platz. Wir haben die Löcher mit vier U19-Spielern gestopft und ich bin sehr zufrieden, dass wir einen Punkt gewonnen haben."

Fazit: Saisonziel ist noch in Sichtweite

Der VFC Plauen (10. Platz | 25:22 Tore | 20 Punkte) macht jetzt erst einmal drei Wochen Pause. Dann beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde. In der Winterpause schauen die Verantwortlichen, ob es möglich ist sich nominell zu verstärken. Als Zwischenfazit darf der neutrale Beobachter feststellen: Der VFC hat zwar in der Tabelle fünf Punkte Rückstand auf das gesteckte Saisonziel (Platz fünf). Allerdings hat der Verein erstmals seit einem Jahr eine Mannschaft, die er auch bezahlen konnte.