Unfassbar bitter: VFC Plauen verspielt den Aufstieg in letzter Sekunde

Aufstiegskampf Fernduell ab 14 Uhr: Plauen und Bischofswerda fast gleichauf

Plauen. 

Plauen. Der Fußballoberligist VFC Plauen ist als Tabellenführer gerade eingetroffen. Um 11:45 Uhr "landete" der Mannschaftsbus. Gespielt wird beim 1. FC Magdeburg II. Cheftrainer Karsten Oswald weiß: "Wir kommen wahrscheinlich als Vizemeister zurück. Denn unser Verfolger Bischofswerda hat die besseren Karten. Aber wir werden uns natürlich reinhängen und bis zum Umfallen alles geben", kündigt der Plauener Übungsleiter an. Im Fußball kann schließlich alles passieren. Noch ist Plauen Tabellenführer.

Bischofswerda ist aufgestiegen - Riesige Enttäuschung beim VFC

Unglaublich: Während Plauen im letzten Moment das Gegentor kassiert und mit 2:1 in Magdeburg gewinnt, überschlagen sich in Arnstadt die Ereignisse. Bischofswerda trifft in der Nachspielzeit doppelt und gewinnt noch mit 6:0. Damit ist Bischofswerda aufgestiegen. Bernd Nietert: "Das ist vor allem deshalb bitter, weil wir in der Vorwärtsbewegung waren und den Ball hatten. Anstatt sicher weiterzuspielen, verlieren wir das Dribbling und kassieren das Gegentor. Wir waren in der 90. Minute aufgestiegen und sind jetzt unglaublich enttäuscht. Das ist wirklich bitter."

VFC-Keeper Jakob Pieles hat für die Regionalliga unterschrieben!

Was ist das für ein irres Oberligafinale? Bischofswerda macht zwar mächtig Druck in Arnstadt. Aber der Absteiger kämpft gegen die höhere Niederlage und so bleibt es beim 4:0 für Bischofswerda. Der VFC führt in Magdeburg nach wie vor mit 2:0. Noch drei Minuten plus Nachspielzeit. Bischofswerda muss noch zwei Tore schissen um aufzusteigen. VFC-Torhüter Jakob Pieles hat übrigens vor drei Wochen beim VFC Plauen einen neuen Vertrag unterschrieben. Der gilt allerdings nur für die Regionalliga, weil der Keeper ganz fest an den Aufstieg glaubt.

Charlie Spranger war's: Plauen schießt das 2:0!

Bischofswerda hat in Arnstadt schon einige Chancen ausgelassen. Als der BFV auf 4:0 erhöhte, traf Plauen prompt zum 2:0. "Charlie Spranger ist gerade erst eingewechselt worden und macht das Tor für unseren VFC. Es war wieder ein Abpraller, den wir genutzt haben", jubelte Bernd Nietert. VFC-Präsident Thomas Fritzlar ist begeistert: "Unsere Mannschaft wird hier von 300 Plauener Fans unterstützt. Das ist großartig. Danke." Noch 20 Minuten. Wenn es so bleibt, ist Plauen aufgestiegen...

VFC hat das 2:0 bereits vor Augen!

VFC-Präsident Thomas Fritzlar ist "mit der Leistung im ersten Durchgang zufrieden. Das Tor von Johann Martynets hat uns gut getan. Aber es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Da ist noch alles möglich. Magdeburg spielt schnell. Gut ist, dass wir vorne liegen. Leider können wir hier nicht wie Bischofswerda in Arnstadt das Torverhältnis aufpolieren. Wir müssen erstmal schauen, dass wir überhaupt gewinnen beim Tabellenvierten." Der VFC Plauen schießt direkt nach dem Seitenwechsel das zweite Tor. Doch der eingewechselte Tim Kießling trifft aus Abseitsposition. Aktuell ist Plauen aufgestiegen. 35 Minuten fehlen noch bis zur Regionalliga. Bischofswerda liegt 3:0 in Führung.

Plauen geht in Führung

Jetzt wird es verrückt. Auch der VFC trifft. Das 1:0 für die Plauener bedeutet, dass der bisherige Tabellenführer die Spitzenposition wieder zurückerobert hat. "Wir haben halbrechts einen Abpraller genutzt", freut sich Bernd nietert im VFC-Fanblock über das Tor. VFC-Trainer Karsten Oswald schaut trotzdem skeptisch. Sollte Bischofswerda noch drei Tore schießen, würde das 1:0 der Plauener nicht genügen. Denn Bischofswerda führt jetzt 2:0. Noch fünf Minuten in der ersten Halbzeit.

Jetzt wäre Bischofswerda aufgestiegen...

Florian Grass hat die ersten Aufnahmen vom Spielfeldrand gesendet. Während es in Magdeburg noch 0:0-Unentschieden steht, ist Bischofswerda in Arnstadt in Führung gegangen. Aktuell liegt als "Schiebock" vorn. 15 Minuten geht's noch im ersten Durchgang. Wir sind gespannt, ob der VFC in einem ausgeglichenen Spiel in Führung gehen kann.

Der Start des Spiels

Das Spiel läuft. Der VFC spielt in folgender Besetzung: Pieles - Sponer, Jusic, Fischer, Glaser - Träger, Walther - Martynets, Winter, Morosow - Kind. Nicht im Augebot: Abraham Boateng. Der Stürmer ist verletzt. Unter den zahlreichen VFC-Fans sind auch der Ex-Plauener Michael Ulbrecht (jetzt Hamburger SV III) und Bernd Nietert aus Bremen, der sein Handy aufgeladen hat, um die heißen Infos aus Bischofswerda zu erhalten. Noch steht es auf beiden Plätzen 0:0. Der VFC ist derzeit aufgestiegen. Aber es sind noch 80 Minuten zu spielen.

Der VFC Plauen hat einen Fünf-Punkte-Vorsprung eingebüßt

Nachdem die Vogtländer zuletzt in zwei Spielen einen Fünf-Punkte-Vorsprung eingebüßt haben, geht's am letzten Spieltag ums Torverhältnis. Denn der VFC Plauen und der Bischofswerdaer FV bringen es im Fernduell jeweils auf 67 Punkte. Plauen ist mit einem Torverhältnis von 61:18 (+43) leicht im Vorteil. Bischofswerda fährt mit einer Trefferbilanz von 72:33 (+39) zum bereits feststehenden Absteiger nach Arnstadt. Das heißt: Selbst wenn der VFC knapp mit einem Tor Unterschied in Magdeburg gewinnen sollte, zieht Bischofswerda ab einem 5:0-Sieg vorbei und steigt auf. Zuletzt fegte der BFV die Mittelfeldmannschaft von Union Sandersdorf mit 6:1 vom Feld.

Bischofswerda hat die besseren Karten

Plauens Co-Trainer Patrick Grandner: "Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir gegenüber Bischofswerda die deutlich schlechteren Karten haben, weil wir beim Tabellenvierten überhaupt erstmal gewinnen müssen. Da können wir nicht drüber nachdenken, wie hoch das Ergebnis ausfallen muss", betont der Assistenztrainer. Zu allem Übel gibt's auch noch eine Vorgeschichte. Das Hinspiel wurde eine Stunde vorm Anpfiff vom Schiedsrichter wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Die FCM-Verantwortlichen warfen den Plauenern unlauteres Verhalten vor, weil man die Partie nicht früher hatte absagen lassen und Magdeburg erst nach Plauen fahren ließ. Das Nacholespiel gewannen dann die Vogtländer mit 2:0, weil Magdeburg etliche Großchancen verballerte. Es ist also anzunehmen, dass man sich beim FCM darauf freut, den Spitzenstädtern sportlich einen reinzudrehen, weil man noch eine Rechnung offen hat. Der VFC muss im letzten Saisonspiel auf Tim Limmer (5. Gelbe) und Tommy Barth (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Gespielt wird um 14 Uhr auf einem Nebenplatz der MDCC-Arena.

 

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