• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Unkenntnis der Politik: Werden Kredite zur "tödlichen Falle" für die Reisebranche?

Reisebranche 4,9 Millionen Arbeitsplätze hängen in der Luft

Region. 

Region. Das Covid-19-Virus tötet auch indirekt! Die Tourismusbranche hat zum Beispiel ein Riesenproblem. Sie ist sehr vielschichtig und daher erkennt scheinbar die Politik nur langsam, dass es eigentlich um satte 4,9 Millionen deutsche Arbeitsplätze geht.

Heike Löffler vom Fremdenverkehrsverein Rosenbach/Vogtland e.V. hat dem BLICK geschrieben, nach dem sich der Plauener Busunternehmer Andreas Fabricius als Geschäftsführer von reise plus in einem Online-Beitrag zu Wort gemeldet hatte. Die Frage von Frau Löffler: "Was können wir in der Öffentlichkeitsarbeit neu organisieren, damit dies alles irgendwie logischer wird?" Vor allem treffen die Unternehmer der Branche nach eigenen Angaben ganz oft auf Unkenntnis in der Politik. Andreas Fabricius stellt angesichts des derzeitigen Berufsverbots für die Reisebusbranche fest: "Ich bekomme einen Kredit, damit ich Kredite für herumstehende Busse bedienen kann. Gleichzeitig müsste ich jetzt diese geliehenen Gelder zusätzlich erwirtschaften, um das Geld zurückzuzahlen. Da ich aber derzeit gar kein Geld erwirtschaften darf, empfinde ich dieses Angebot als tödliche Falle."

Lokalpolitiker wollen helfen

Und die Lokalpolitik hat offenkundig das Problem erkannt. Jedenfalls meldete sich nach dem BLICK-Beitrag der Fraktionsvorsitzende der CDU Plauen und bat um einen Termin. Jörg Schmidt und Frank Heidan wollen versuchen, zu helfen. Vor allem eines verstehen hunderte Busfahrer nicht: "Reisebusse sind die saubersten Verkehrsmittel überhaupt, weil bei uns keiner anonym einsteigen kann. Wir können die Infektionsgefahr wahrscheinlich deutlich besser minimieren, als jedes andere Verkehrsmittel. Warum gilt in Sachsen noch das Reisebusverbot?"