Unklare Zukunft für Göltzschtalgalerie: Immobilienbewertung verzögert sich

Auerbach tritt zum Jahreswechsel aus dem Kulturbetrieb des Vogtlandkreises aus

Auerbach/Vogtland

Vor gut einem Jahr beschloss Auerbachs Stadtrat den Austritt aus der kreiseigenen Vogtland Kultur GmbH. Erklärtes Ziel der Kommune ist es, die Göltzschtalgalerie ab 2026 in Eigenregie zu betreiben. Oberbürgermeister Jens Scharff (parteilos) begründete die damalige Entscheidung mit den gestiegenen Kosten und den sinkenden Zuschüssen aus dem Kulturraum-Topf. Seit dem Stadtratsbeschluss steht eine Kaufoption des Gebäudes – Stammgäste nennen es Kulturkirchlein - im Raum.

Ermittlung des Immobilienwertes steht aus

Im August dieses Jahres ist die Drei-Türme-Stadt in dieser Angelegenheit mit einem offiziellen Schreiben auf den Vogtlandkreis zugegangen. Die Ermittlung des Immobilienwertes ist jedoch noch nicht abgeschlossen. „Es war nicht zu erwarten, dass es so lange dauert“, erklärte Auerbachs Stadtoberhaupt.

Betreiberkonzept in Arbeit

Sollte bis Jahresende kein Verkauf zustande kommen, sei man auch bereit, die Galerie anzumieten. Prinzipiell hat die Stadt ein Interesse, die Immobilie als Kultureinrichtung und Hochzeitslocation zu erhalten. Im Hintergrund werde bereits an einem Betreiberkonzept gearbeitet, verriet der OB. Mehr wollte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Schwieriger Übergang

Stand der Dinge ist es unwahrscheinlich, dass der Betrieb nach dem Jahreswechsel nahtlos weiterläuft. Da in der Kulturbranche erfahrungsgemäß viel Vorlaufzeit für die Planung von Veranstaltungen nötig ist, wird es vermutlich zu einer Unterbrechung kommen

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