VfB Auerbach: Noch zwei Siege zum Sachsenpokal

Fußball Vogtländer ziehen nach 3:1 in Bischofswerda ins Halbfinale

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Die Auerbacher Fußball-Fans dürfen sich über den Einzug ins Sachsenpokal-Halbfinale freuen. Foto: Karsten Repert

Bischofswerda. Klasse! Der VfB Auerbach hat das Sachsenpokal-Halbfinale erreicht. Beim Bischofswerdaer FV gewannen die Vogtländer mit 3:1 nach Verlängerung, obwohl der VfB von den Gastgebern auf den gefürchteten "La Ola Bolzplatz" geführt worden ist.

 

Diese Spielstätte nutzen die Bischofswerdaer häufig dann, wenn man sich daraus einen Vorteil erhofft. Denn der Kunstrasenplatz ist sehr eng bemessen und dort fühlt sich der aktuell Oberliga-Zweite richtig wohl. Vor allem dann, wenn der BFV dort in Führung geht, sieht es für alle Gäste-Teams ziemlich düster aus.

 

Das 0:1 war für alle Auerbacher ein Schock

 

Als der Bischofswerdaer Marcel Hänsel (35.) mit seinem Schuss den Auerbacher Schlussmann überwinden konnte, war VfB-Keeper Stefan Schmidt bedient. Denn die Göltzschtaler kassieren in dieser Saison einen Rückschlag nach dem anderen, obwohl es eigentlich gar nicht so schlecht läuft.

 

Am Pokalspielsamstag aber gab es einen schweren Unfall auf der A4. Nach dem Autobahnstau mit zwei Stunden Verspätung wartete dann eben dieser kleine Kunstrasenplatz. "Und dann hat Bischofswerda ein starkes Team, das genauso gut auch in unserer Liga mitspielen könnte", betont VfB-Torwart Stefan Schmidt.

 

Glück und Pech für Felix Lietz

 

Der VfB Auerbach hat zwar in dieser Saison erst ein Punktspiel gewonnen und ist in der Regionalliga "nur" Sechzehnter. Aber was kaum einer sieht, das ist die Tatsache, dass die Remiskönige aus dem Vogtland (8x Unentschieden) erst fünf Niederlagen kassierten.

 

Zufall war der 2:1-Achtelfinalsieg gegen den Drittligisten Chemnitzer FC also nicht. Genau das bestätigte dann Felix Lietz (50.), der nach einer Flanke von Marcel Schlosser goldrichtig stand und zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Später aber verletzte sich der Torschütze heftig, als er einen möglichen Bischofswerdaer Torerfolg abwehrte. Die Diagnose der Ärzte im Krankenhaus: Rippen- und Schlüsselbein-Prellung. Zu jenem Zeitpunkt spielte übrigens Bischofswerda in Unterzahl: Hannes Graf hatte Gelb-Rot gesehen.

 

Turbulente Verlängerung mit Happy Ende für Auerbach

 

In der Verlängerung gingen die Auerbacher Fußballer dann nach einer vom BFV zu kurz abgewehrten Ecke durch Alexander Mattern (96.) mit 2:1 und Führung. Wenig später bediente Thomas Stock VfB-Stürmer Marc-Philipp Zimmermann (105.), der die Fußspitze an den Ball bekam und zum 3:1 traf. Doch Zimmermann flog direkt im Anschluss mit Gelb-Rot vom Platz. Er fehlt nun im Halbfinale. In das kam Auerbach, weil Stefan Schmidt in Spielminute 113 einen Foulstrafstoß von Frank Zille parierte und seine tolle Form unter Beweis stellte.

 

"Wir hoffen natürlich auf den Pokalsieg. Zwei Siege fehlen noch", glaubt Stefan Schmidt an den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Dann stünde Auerbach im DFB-Pokal, wo man in der 1. Runde durchaus zusätzliche Einnahmen zwischen 120.000 und 150.000 Euro verbuchen könnte.