VfB Auerbach schießt Titelverteidiger CFC raus

Fussball Vogtländern gelingt im Sachsenpokal die Überraschung

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Riesenjubel nach dem 2:1-Pokalsieg. Der VfB Auerbach steht im Viertelfinale. Titelverteidiger Chemnitz ist raus. Danny Wild (links) und Marc-Philipp Zimmermann sind happy. Foto: Karsten Repert

Auerbach. Der VfB Auerbach hat den Titelverteidiger Chemnitzer FC aus dem Fußball-Sachsenpokal rausgeworfen. 1.280 Zuschauer erlebten am Dienstagnachmittag den 2:1-Sieg (1:0) der Vogtländer im VfB-Stadion mit. Der Auerbacher Trainer Michael Hiemisch schrie im Siegerkreis vor lauter Freude seiner Mannschaft zu: "Heute wird richtig gesoffen!"

Auerbach selbstbewusst, Chemnitz emotionslos

Der Regionalliga-Vierzehnte deutete bereits während der selbstbewusst vorgetragenen Anfangsphase an, dass man an die große Überraschung glaubt. Nach 25 Minuten standen 3:0 Ecken und Torchancen von Felix Lietz (5.) sowie Marc-Philipp Zimmermann (12.) in den Notizblöcken. Der emotionslos agierende Drittligist kam in Halbzeit eins lediglich zu einer Halbchance von Myroslav Slavov (27.). Doch die Gäste schienen mit zunehmender Spielzeit in die Partie zu finden. Genau in dem Moment traf der Auerbacher Vaclav Heger (45.) mit dem Halbzeitpfiff zum 1:0.

Himmelblauer Wutausbruch

Mit einem Wutausbruch, der sich gewaschen hatte, antwortete der CFC. Die Himmelblauen trafen vom Anpfiff weg direkt zum 1:1-Ausgleich. Okan Aydin (46.) zirkelte einen Schlenzer überragend ins lange Eck. VfB-Torwart Stefan Schmidt, viele Jahre selbst ein Chemnitzer, "war machtlos, weil ich zwei Meter zu weit vorn stand und der Aydin hat mich ausgeguckt." Im Anschluss zeigte der Drittligist, was möglich gewesen wäre. Florian Hansch (51.), Okan Aydin (51.) und Myroslav Slavov (51.) scheiterten binnen weniger Sekunden am Auerbacher Keeper beziehungsweise am VfB-Pfosten. Ab jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Danny Wild macht den Unterschied

Von der Bank zum Matchwinner avancierte Danny Wild. Der Flügelflitzer krachte das Leder aus 20 Metern flach ins linke Eck zum 2:1 (68.). Ihn bekamen die Chemnitzer in keiner Phase in den Griff. Marc-Philipp Zimmermann (71.) und Marcel Schlosser (71.) besaßen weitere Chancen. Das magere Chemnitzer Aufbäumen beantwortete der VfB Auerbach mit Leidenschaft und großem Laufpensum. CFC-Trainer Horst Steffen war nach dem Schlusspfiff "sehr enttäuscht von unserem Auftreten hier." Chemnitz vergab drei Ausgleichs-Möglichkeiten. Die Vogtländer leisteten sich sogar den Luxus, einen Foulelfmeter auszulassen. Marcel Schlosser (81.) scheiterte nach einem Foul an Danny Wild. CFC-Keeper Kevin Kunz parierte zwar, "aber freuen kann ich mich über den gehaltenen Elfer nicht wirklich."