VfB Auerbach zeigt den Großen wie es geht

Fussball Sie sind in der Tabelle acht Plätze hoch geklettert

Auerbach. 

Auerbach. Rot-Weiß Erfurt, Energie Cottbus, Lok Leipzig. Immer wieder geraten große Regionalligavereine in finanzielle Schieflage. Jetzt hat es auch Wacker Nordhausen erwischt. Gut möglich, dass dort der Doppelkorn in nächster Zeit nur noch einfach destilliert werden kann. Gesprochen und geschrieben wird schon seit Tagen über eine mögliche Insolvenz.

Verein ohne Skandale

Wie "langweilig" ist dagegen der VfB Auerbach. Dieser "Verein ohne Skandale" spielt zum achten Mal in der Fußball-Regionalliga mit. Die Göltzschtaler haben gerade mit dem 2:0-Auswärtssieg in Halberstadt die gastgebende Germania noch tiefer in den Abstiegssumpf gedrückt. Weil der VfB auch in diesem Jahr wieder von seiner eigenen "Champions League" träumen darf, wird ihm aus allen Himmelsrichtungen Respekt entgegengebracht. Denn die Auerbacher spielen "in der für uns höchstmöglichen Liga. Für uns ist es ein unglaublicher Kraftakt, das alles finanziell zu stemmen", sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer. Dass sein Verein aus wirtschaftlicher Sicht um ein Vielfaches vor den Großstadtklubs aus Berlin, Babelsberg und Leipzig rangiert, geht dabei irgendwie unter. Denn es ist eigentlich ganz logisch: Wer Jahr für Jahr mit einem vergleichsweise kleinen Budget die Großen ärgert und manche sogar hinter sich lässt, der ist betriebswirtschaftlich gesehen deutlich besser als die Finanzstarken. Denn in Auerbach stimmt der Ertrag und das wiederum liegt an den Typen, die auf dem Platz stehen.

"Wir würden gerne erfolgreich starten"

Kommenden Sonntag fahren die Auerbacher nach Berlin zum Liganeuling Lichtenberg. Dort treffen dann der Tabellen-neunte und der Zehnte aufeinander. VfB-Torhüter Stefan Schmidt: "Es ist der erste Rückrundenspieltag. Wir würden gerne erfolgreich starten." Mit seinem Minietat ist der VfB Auerbach übrigens vom letzten Rang acht Plätze nach oben geklettert und nur noch einen Sieg weg vom oberen Tabellendrittel.