VFC hofft gegen Aue auf viele Fans

Fußball Plauen empfängt am Samstag den FC Erzgebirge

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Obwohl es derzeit beim VFC Plauen wirtschaftlich große Probleme gibt, ist die Oberliga-Mannschaft Tabellenführer. Am Samstag spielt sie gegen Aue. Foto: Karsten Repert

Plauen. Der wirtschaftlich stark angeschlagene VFC Plauen kämpft ums Überleben. Er benötigt jeden Euro. Deshalb findet am kommenden spielfreien Wochenende eine Art Benefizspiel statt. Die Frage ist nur, wie viele Fußballfreunde am Samstag ins Vogtlandstadion kommen, um das Duell zwischen Plauen und Aue zu sehen. Denn während die Mannschaft in der Oberliga auf Platz eins stürmte, sank die Zuschauerzahl (2.451) auf einen neuen Tiefswert. Im Durchschnitt haben 408 Zuschauer die sechs Heimspiele gesehen.

Auer Geschäftsführer Michael Voigt könnte weinen

Dem ehemaligen VFC-Geschäftsführer Michael Voigt (heute GF beim FC Erzgebirge Aue) "tut es in der Seele weh, dass der Verein immer wieder ins Trudeln gerät. Ich bleibe aber trotzdem mein ganzes Leben Fan. Weil ich Plauener bin. Wir helfen auch gern", stellt Michael Voigt fest. Und so hoffen sie im Vogtlandstadion, dass am Samstag ein paar mehr Zuschauer kommen, um das Duell zu sehen und ein paar zusätzliche Euro in die Kassen zu spülen. Fehlen werden beim VFC die beiden Torhüter Marian Unger (Oberschenkelzerrung) und Danilo Dersewski (Kreuzbandriss). Dafür rücken Alexander Grötzsch und Patrick Rahm aus der zweiten Mannschaft nach. Anstoß ist 13 Uhr.

Ein Aufruf der VFC-Fans

Heute Nachmittag meldete sich der Plauener Anhang mit einem Aufruf öffentlich zu Wort. Darin heißt es: "Ein wirklicher Fußballer bist Du, wenn Du auch dann noch antrittst, wenn Dich alle anderen abgeschrieben haben. Genau dann passieren Dinge, die kann man nicht erklären. Dass es im Plauener Fußball nicht gut gelaufen ist, das weiß inzwischen jeder. Alle Welt schimpft. Keiner glaubt mehr an den VFC. Aber hast Du Dich mal gefragt, weshalb unsere Mannschaft trotzdem noch antritt und wir inzwischen sogar Erster sind?" Die Antwort der VFC-Mannschaft und deren Spieler: "Weil Plauen eine Fußballstadt ist. Weil dieser Verein wirklich etwas Besonderes ist. Woanders wären schon lange die Lichter aus." Man darf gespannt sein, wie viele Besucher ins Vogtlandstadion kommen.



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