VFC in Hohenstein: Da war doch mal was?

Fußball Sieben Jahre nach Pokal-Aus wieder ein Schicksalsspiel für Plauen

Plauen. 

Plauen. In Hohenstein? Da war doch mal was. Genau! Dort, wo der VFC Plauen genau vor sieben Jahren beim VfL Hohenstein-Ernstthal einen bedauerlichen "Absturz" einleitete, genau dort bestreiten die Fußballer aus der Spitzenstadt am Freitagabend erneut ein Schicksalsspiel. Beim Tabellenvorletzten geht es für den VFC darum, nicht auch noch auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Vor sieben Jahren hatte der seinerzeit noch schwer ambitionierte Vogtland-Express als Regionalliga-Verein das Sachsenpokal-Halbfinale in Hohenstein-Ernstthal mit 1:2 verloren und dadurch ganz viel Geld eingebüßt. Anstelle des umjubelten Finaleinzuges stürzte der wirtschaftlich bereits angeschlagene Verein aus allen Wolken. Es folgten ein unglaublicher Kompetenzverlust durch den pausenlosen Abgang von Fußballexperten. Es kam zur Insolvenz (2014), viele Funktionäre und Spieler kamen und gingen, ständig gab es Neustarts.

Da werden Erinnerungen wach

Und ausgerechnet jetzt, wo der Verein in der Fußball-Oberliga auch noch gegen den Abstieg kämpfen muss, werden die Erinnerungen an diesen 8. April 2012 lebendig. Daniel Rupf war damals der Spielmacher und musste zur Pause verletzt ausgewechselt werden. Dass der heutige VFC-Coach im Falle einer Auswärtsniederlage auch als Trainer vorerst scheitern würde, bringt zusätzlichen Zündstoff ins Pulverfass. Allerdings muss man auch feststellen, dass die neue Vorstandschaft im Vogtlandstadion ausgerechnet jetzt die Ruhe bewahrt. Mit dem späten 3:3-Ausgleich beim VfL 96 Halle eroberte der VFC zwar Auswärtspunkt Nummer sechs. Zugleich aber gewannen die Spitzenstädter auch nur eines von bislang neun Auswärtsspielen. Nur Union Sandersdorf ist in der Auswärtstabelle noch schlechter.

Plauener entdecken das Kämpferherz

Aber: Die offenkundig schwer verunsicherte Mannschaft des VFC Plauen hat begonnen, mit Kämpferherz und Leidenschaft anzutreten. Genau das hat vermutlich oft gefehlt. Denn die Plauener stecken in der Tabelle hinten drin, mussten jedoch keine einzige klare Niederlage hinnehmen. "Das ist sicherlich ein Unding. Es zeigt, dass wir oft ganz gut waren. Aber am Ende zählen solche Statistiken überhaupt nicht", weiß Trainer Daniel Rupf, der an diesem Donnerstag seinen 33. Geburtstag feiert und auf ein nachträgliches Geschenk von seinen Spielern hofft. Faninfo: Der Anpfiff der Begegnung wurde auf 18.30 Uhr verschoben.