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VFC: Mit großer Freude geht's ins Ungewisse!

Fußball Die Plauener starten am Samstag gegen Ludwigsfelde in die Saison

Plauen. 

Plauen. Es wird wehtun, aber es kann trotzdem Spaß machen! In das erste Punktspiel des VFC Plauen gehen Funktionäre, Spieler und Fans mit ganz großen Augen. Selbst Hellseher fühlen sich derzeit angesichts dutzender Unwägbarkeiten überfordert. Wenn also am Samstag um 14 Uhr im Vogtlandstadion der Anpfiff ertönt, dann ist auch VFC-Cheftrainer Falk Schindler sehr gespannt, welche Momentaufnahme er von seinen 15 einsatzfähigen Feldspielern präsentiert bekommt. Durch die Coronakrise, Kurzarbeit, vier Abgänge, Sparzwänge und durch die kürzeste Vorbereitung aller Zeiten, geht der VFC Plauen ganz sicher nicht als Favorit ins Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC. Die Gäste waren in der zurückliegenden Abbruchsaison zwar nur Tabellendreizehnter, aber sie durften bereits vier Wochen früher wieder ins Training einsteigen.

 

Ganz viele Fragezeichen

 

Klar ist aus Gastgebersicht lediglich, dass die Spitzenstädter derzeit aufgrund ihres verbesserungswürdigen Fitnesszustandes nicht den in der Vorsaison praktizierten Wild-West-Fußball auf dem Rasen umsetzen können. "Manche Spieler können erst seit einer Woche wieder trainieren. Mit Ondrej Nyber und Stefan Schumann fallen zwei Leute verletzt aus und Samba Fatajo fehlt derzeit noch die Spielgenehmigung, da der Verein ihm zunächst keinen Vertrag angeboten hat", berichtet Trainer Falk Schindler. Bis auf Neuzugang Tom Fischer (U19 Chemnitzer FC) erreichte kein sich anbietender Probespieler Oberligaformat. Somit sah der VFC bislang von weiteren Verpflichtungen ab. VFC-Präsident Thomas Fritzlar hofft, "dass wir in den kommenden Wochen auf dem Transfermarkt noch etwas tun können, um den Kader zu verstärken. Prinzipiell aber werden wir nur das tun, was wirtschaftlich wirklich vertretbar ist!" Zugleich ist die Stimmung im Umfeld des Vereins so gut wie lange nicht. Volker Herold spricht von "einer neu zusammenwachsenden Anhängerschaft, die von den Fans in unserer Badkurve angeführt wird. Trotz der Coronaeinschränkungen freuen sich alle riesig auf den Saisonstart", betont der Pressesprecher. Die konkrete Zielstellung lautet wie im Vorjahr: "So schnell wie möglich weg von der Abstiegszone und dann so gut wie möglich abschneiden. Aufgrund der aktuellen Situation wird das aber noch schwerer, als in der schwierigen Vorjahresspielzeit", vermutet Präsident Thomas Fritzlar. In der Abbruchsaison erreichte der VFC mit dieser Taktik immerhin Rang sechs!

Die Oberligastaffel gleicht einer Wundertüte

 

Was viele Fans trotz aller Probleme optimistisch stimmt? Die ganze Oberligastaffel gleicht einer Wundertüte. Es liegt angesichts diverser Neuverpflichtungen die Vermutung nahe, dass sich zwei, drei Vereine sogar übernehmen. Und so befindet sich der VFC im Zwiespalt. Denn der Kampf um Punkte, er wird schmerzlich, weil die Waffen der Gegner ziemlich verletzend sein können. "An unserem Weg aber werden wir festhalten. Denn genau der hat uns allen bis jetzt genau ein Jahr Spaß gemacht", blickt Thomas Fritzlar auf das erste Amtsjahr nach dem "Neustart 5.0" zurück. Fan-Info:Es gilt in einigen Bereichen des Vogtlandstadions Maskenpflicht. Am kommenden Dienstag empfängt der VFC Plauen um 18.30 Uhr den Drittligisten FSV Zwickau im Vogtlandstadion zum Testspiel. Danach hat der VFC ein spielfreies Wochenende, weil Auswärtsgegner Eilenburg am 22. August im Sachsenpokalfinale gegen den Chemnitzer FC antritt. Das Spiel zwischen Eilenburg und Plauen wird am 11. September nachgeholt.

 

Das Aufgebot des VFC Plauen

 

VFC-Kader 2020/2021: Ondrej Cap, Leon Seefeld, Lucas Albert, Marian Albustin, Kyriakos Andreopoulos, Botond Bach, Philipp Dartsch, Nils Fischer, Patrick Grandner, Tim Limmer, Ondrej Nyber, Stefan Schumann, James-Kevin Nahr, Tim Sluga, Philipp Sovago, Kevin Walther, Jannes Schmidt, Jan Spörl, Marlon Siegel. Spielgenehmigung fehlt: Samba Fatajo

Zugänge: Tom Fischer (U19 Chemnitzer FC)

Abgänge: Aleksandrs Guzlajevs (VfB Auerbach), Edvardas Lucenka (vereinslos), Philipp Katzenberger (vereinslos), Marc Schröder (Schott Jena).