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VFC Plauen: "Es ist unglaublich viel Druck im Kessel"

Fußball 3. Spieltag: VfB Auerbach gegen VFC Plauen

Plauen. 

Plauen. Das Vogtland ist seit 29 Jahren im Fußball erstmals nur noch fünftklassig. Gerade deshalb gibt es jede Menge Gesprächsstoff, ja sogar Vorfreude!

 

Sowohl beim Regionalliga-Absteiger VfB Auerbach als auch beim Oberligadritten VFC Plauen lautet die Devise: "Wir verschulden uns nicht." Am jährlichen Wettrüsten in den beiden obersten "Amateurligen" beteiligt sich bisher keiner der beiden Vereine. Dass die Gemengelage aus sportlicher Sicht dadurch für eine enorme Drucksituation sorgt, das ist beinahe zwangsläufig klar. Denn auf dem "Spielerbasar" werden auch in diesem Jahr wieder Summen aufgerufen, die viele Vereine in den Ruin treiben, wenn sie schwach werden. VFC-Präsident Thomas Fritzlar bestätigt auf Nachfrage: "Es ist unglaublich viel Druck im Kessel. Wenn wir zu viel wollen, kann uns das den Kopf kosten." VFC-Aufsichtsrat Gunter Reiher war zuletzt extra ins Fichtelgebirge gefahren, um in Markt Stammbach beim Testspiel gegen den Bayernligisten TSV Kornburg (1:1) persönlich Gespräche zu führen.

Viel Arbeit, wenig Zeit

Die VFC-Funktionäre haben derzeit alle Hände voll zu tun. Es fehlen nach neun Abgängen aktuell mindestens noch fünf Neuzugänge. Erschwerend hinzu kommt die kürzeste Sommerpause aller Zeiten. "Natürlich haben wir einige Kandidaten. Aber wir werden trotz des Zeitdrucks in Ruhe abwägen und kein Roulette spielen", versprechen Gunter Reiher und Thomas Fritzlar. Dem Verein ist es in der vergangenen Saison gelungen, seine Angestellten pünktlich und zuverlässig zu bezahlen. VFC-Aufsichtsratschef Wolfgang Stark betont: "So wollen wir das auch weiter handhaben." Das Aufbegehren der Plauener ist nach dem dritten Platz in der Oberliga natürlich spürbar. Doch Fans und das Umfeld des VFC haben nach vielen Jahren des Tiefgangs inzwischen ein feines Gespür für die aktuelle Lage.

Sponsoren finanzieren Hamburg-Camp

So hat sich extra eine kleine Sponsorengruppe rekrutiert, die den VFC-Kickern ein Trainingslager in Hamburg finanziert. Der Präsident des Hamburger SV, Marcell Jansen, hat die Vogtländer zu einem Spiel nach Norderstedt eingeladen. "Wir waren sehr überrascht und sind unglaublich dankbar, dass es Sponsoren gibt, die uns diese Reise nun schenken. Wir selbst könnten das nicht finanzieren, weil wir jeden Euro im Vogtlandstadion brauchen", stellt VFC-Vorstandsfrau Petra Dick klar. Immer wieder werden die Plauener auf das Vogtlandderby und den Zweikampf mit dem Erzrivalen VfB Auerbach angesprochen. Das Duell war am Samstag auch Thema bei der Vogtland-Sportgala in der Musikhalle Markneukirchen. Innenverteidiger Lucas Albert: "Wir freuen uns auf die Derbys. Auerbach hat einen kleinen Vorsprung, weil sie durch den früheren Saisonschluss in der Regionalliga zeitiger wieder ins Training einsteigen konnten. Aber das wird trotzdem kein Problem, dass wir ein schönes Spiel liefern, sowohl in Auerbach als auch bei uns in Plauen", glaubt der 22-Jährige, der neben Trainer Robert Fischer zur fünfköpfigen VFC-Delegation gehörte, die den Pokal für Platz 3 bei der Umfrage nach den Mannschaften des Jahres in Empfang nahm.

3. Spieltag: VfB Auerbach gegen VFC Plauen

Von Lucas Albert - er trug in den ersten beiden Testspielen die Kapitänsbinde - gab es auf der Bühne auch eine klare Ansage zum Ziel für die nächste Saison: "Besser als der dritte Platz. Wenn dabei der Aufstieg rauskommt, ist es natürlich super." Am gestrigen Abend traf der VFC in Hirschberg auf den FSV Schleiz (Thüringenliga). Die Plauener gewannen das Testspiel mit 5:1 (3:0). Für den VFC waren Philipp Sovago (2), Tom Fischer und Patrick Grandner erfolgreich. Der fünfte Plauener Treffer fiel nach einem Schleizer Eigentor. In der 90. Spielminute kam der FSV zum Ehrentor. Am Freitag spielt der VFC um 18 Uhr beim 1. FC Wacker zur Sommerfest-Eröffnung (Eintritt frei). In die Saison steigt der VFC am 7. August in Zorbau ein. Am 14. August empfangen die Spitzenstädter Sandersdorf im Vogtlandstadion. Und am 21. August treffen der VfB Auerbach und der VFC Plauen aufeinander. Achtung: Es handelt sich nur um vorläufige Termine, sie können sich noch verändern.

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