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VFC Plauen im Bundesfinale auf Platz vier

Breitentsportoscar Von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab es den "Kleinen Stern des Sports"

Plauen/Berlin. 

Plauen/Berlin. Es gibt vierte Plätze, die sind grandios! Und deshalb fühlte sich beim VFC Plauen auch keiner enttäuscht, als feststand, dass man beim Bundesfinale der "Sterne des Sports" zusammen mit 13 anderen Vereinen Vierter geworden ist. Auf Sportschau.de wurde die Auszeichnungsveranstaltung via Livestream übertragen. Der IcanDo e.V. hatte den "Großen Stern des Sports" in Gold 2020 gewonnen. Die Auszeichnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab es für die "Coronakonformen Bewegungsangebote an Grundschulen und Kitas". Der Verein für Spiel, Sport, Bewegung und soziale Arbeit aus Hannover ist durch seine Initiative "IcanDo@School" in aller Munde. 1.100 Vereine hatten teilgenommen am bundesweiten Wettbewerb, der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken initiiert wird. Im Rahmen der digitalen Siegerehrung erhält der Verein die mit 10.000 Euro dotierte bedeutendste Auszeichnung für Sportvereine in Deutschland, den "Oscar des Breitensports".

 

Frank-Walter Steinmeier: "Diese Kreativität macht Hoffnung für das neue Jahr."

 

36.500 Euro Preisgeld gab es für die Vereine im Bundesfinale. Die 16 Landessieger waren natürlich sehr gespannt. Hinter dem IcanDo e.V. landete der Karateverein Zanshin-Siegerland e.V. mit dem Projekt "ZKidz - Zanshin Kidz sind clever und mutig" auf dem zweiten Platz. Dritter wurde der in Hamburg beheimatete Duvenstedter Sportverein von 1969 e.V., der mit seiner Initiative "DSV - Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt" punktete. Die 14 weiteren Finalisten teilen sich den gemeinsamen vierten Platz und bekommen jeweils einen Siegerscheck über 1.000 Euro. Frank-Walter Steinmeier schwärmte bei der Preisverleihung: "Diese Kreativität macht mir Hoffnung für das neue Jahr. Großartig, was die Sportvereine in diesen schwierigen Zeiten alles auf die Beine gestellt haben." Der Bundespräsident lobte: "Die Ehrenamtlichen und Vereinsvorstände haben auch 2020 tolle Angebote für Groß und Klein entwickelt - trotz oder gerade wegen Corona." DOSB-Präsident Alfons Hörmann: "Die Projekte machen Mut und sollten als Inspiration für alle Vereine dienen." Rund 90.000 Sportvereine gibt es in Deutschland.

 

5.000 Euro für den VFC

 

Der Freistaat Sachsen trat mit dem Projekt "Badkurve hilft!" an. Die Vertreter vom VFC Plauen und von der Volksbank Vogtland-Saale-Orla verfolgten den Livestream in der Bank in Plauen. Volksbank-Vorstand Andreas Hostalka: "Diese enorme Aufmerksamkeit tut dem VFC Plauen in diesen schwierigen Zeiten sicherlich gut. Die Fans haben mit ihrer Initiative ein starkes Zeichen gesetzt." Während des Lockdowns im Frühjahr vorigen Jahres engagierte sich die Ultra-Gruppe des Fußball-Oberligisten und bot Hilfsbedürftigen ihre Unterstützung an. "Nachdem das öffentliche Leben zum Stillstand gekommen war, haben wir uns als Fangruppe überlegt, wie wir helfen können", erklärt Mitinitiator Marcus Mosch. "Toll ist vor allem, dass daraus keine Eintagsfliege, sondern ein nachhaltiges Angebot geworden ist. Die VFC-Ultras unterstützen hilfsbedürftige Menschen zu Hause, erledigen Einkäufe, holen Medikamente von der Apotheke, geben Nachhilfe und vieles mehr - alles komplett ehrenamtlich und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Das Projekt wächst derzeit weiter und die Preisgelder werden sinnvoll verwendet. Sie kommen so den hilfsbedürftigen Menschen in der Region zugute. Insgesamt hatte der VFC nach den drei Wertungsrunden 5.000 Euro erhalten. Moderiert wurde die Streamingshow von Katrin Müller-Hohenstein. Volksbank-Vorstand Andreas Hostalka sowie Silja Schumann, Thomas Fritzlar und Marcus Mosch vom VFC Plauen erlebten einen unvergesslichen Vormittag.