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VFC Plauen trennt sich von Torwart Ondrej Cap

Fußball "Schlussmann wäre im Sommer sowieso nicht zu halten gewesen"

Plauen. 

Plauen. Der VFC Plauen meldet den ersten Abgang des Jahres 2021. Demnach hat sich der Fußball-Oberligist schweren Herzens von seinem Torhüter Ondrej Cap getrennt. Aus sportlicher Sicht ist der Verlust des Tschechen aufgrund seiner Leistungen ein herber Rückschlag. Allerdings gab es aus wirtschaftlicher Sicht keine Alternative. VFC-Präsident Thomas Fritzlar hatte sich dazu bereits vor einem Monat intern geäußert: "Der Berater von Ondrej Cap hatte darauf gepocht, zum 31. Dezember 2020 eine Wechsel- beziehungsweise Kündigungsklausel in dessen Vertrag aufzunehmen", teilte der Vereins-Chef mit. Offenbar hatte sich der 26-Jährige so die Hintertür zum höherklassigen Fußballgeschäft offen halten wollen. Wie der Sportliche Leiter Frank Günther bestätigte, "galt diese Regelung beidseitig. Wir haben von unserem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht", lassen die Vorstände wissen, nachdem man sich mit allen Verantwortlichen inklusive dem Aufsichtsrat abgestimmt hatte.

"Schlussmann wäre im Sommer sowieso nicht zu halten gewesen"

Hintergrund ist folgender: Durch das mögliche, vorzeitige Vertragsende kann der VFC Plauen in der aktuellen Situation Kosten sparen. "Es geht für alle Fußballvereine im Mittelklassebereich um die Existenz. Jeder ist aufgefordert, alles für den Fortbestand des Vereins zu tun. Da wir Ondrej Cap im Sommer hätten sowieso nicht halten können, war der jetzige Schritt unabdingbar. Denn durch den Corona-Lockdown hätte uns dieser Torhüter ohnehin nur noch für eine sehr begrenzte Zeit zur Verfügung gestanden", erläutert Thomas Fritzlar. Im Verein hat man sich deshalb für die Zukunft entschieden. "Wir setzen auf Leon Seefeld als Eigengewächs. Und dann klopft mit Fritz Böttcher ein Nachwuchs-Torwart vom Jahrgang 2003 oben an. Fritz ist über die Stationen Wacker Plauen und FSV Zwickau inzwischen in unseren A-Junioren eine feste Größe geworden", gibt die Vereinsführung die Richtung vor. Bis 31. Januar 2021 muss die Spielgenehmigung für Torwart Nummer drei beantragt sein. "Optionen gibt es. Wir werden sehen, welche Lösung uns am sinnvollsten erscheint", informiert Frank Günther. Thomas Fritzlar betont: "Wir möchten uns bei Ondrej Cap für seine häufig herausragenden Leistungen bedanken und wünschen ihm von Herzen alles Gute bei seinem nächsten Verein."

Falk Schindler arbeitet im Nachwuchszentrum des FSV Zwickau

Wie das Nachwuchszentrum "Die jungen Schwäne" des FSV Zwickau mitteilt, haben sich die Westsachsen per 1. Januar 2021 die Dienste von Falk Schindler gesichert. Der 42-jährige kommt vom VFC Plauen, wo er zuletzt nach insgesamt zwölf Jahren Vereinszugehörigkeit Cheftrainer war. Er schied auf eigenen Wunsch hin beim VFC vorzeitig aus, als für ihn feststand, dass der Corona-Lockdown eine Saisonfortsetzung für längere Zeit verhindern würde.