VFC-Pleite im Aufstiegskampf: Was sagt der Cheftrainer?

Fußball Karsten Oswald meldet sich zu Wort

Plauen. 

Plauen. Die Pressekonferenz hatte er abgesagt. Nach dem Spiel ging gar nix mehr. Jetzt hat sich Cheftrainer Karsten Oswald gemeldet. Nach der 1:2-Pleite des VFC gegen Rudolstadt haben die Plauener Oberligafußballer ihren Vorsprung eingebüßt. Verfolger Bischofswerda kam bis auf vier Tore heran. Am letzten Spieltag gibt es ein Rechenschieberfinale. Plauen hat es beim 1. FC Magdeburg II deutlich schwerer, als Bischofswerda beim Absteiger in Arnstadt. Gespielt wird am Samstag, 14 Uhr.

Eine Entschuldigung

Karsten Oswald: "Wir müssen uns entschuldigen. Wir, eure Mannschaft, haben es nicht hinbekommen. In diese enttäuschten Gesichter zu sehen. Aufsichtsräte und Vorstände, Sponsoren und Fans, alle niedergeschlagen. Das tut unglaublich weh. Aber das ist eben unser Sport. Der ist manchmal grausam, manchmal reißt er uns vom Hocker. Genau das haben wir in Bautzen und jetzt gegen Rudolstadt gleich zweimal erlebt. Wir müssen uns eingestehen, dass uns das Meisterstück aus den Händen gerutscht ist. Was jetzt kommt, ist unvorhersehbar. Alles ist möglich. Die schlechteren Karten haben wir, obwohl wir Tabellenführer sind."

Eine Absage

Die Pressekonferenz nach dem Spiel hatte Karsten Oswald abgesagt. "Ich hätte dort Dinge gesagt, die ich jetzt bereuen würde. Denn ich darf als Trainer nicht persönlich werden. Und mir passt das Verhalten einiger Spieler nicht, die neben dem Platz Verträge an der Schmerzgrenze aushandeln, dann aber auf dem Rasen einknicken. An dieser Stellschraube müssen wir drehen. Ich bin gefordert. Denn das ist unfair gegenüber den Aufsichtsräten und Vorständen. Nach so einem Spiel hätte ich vielleicht die Kontrolle verloren und damit wäre dann keinem geholfen. Deshalb habe ich die Pressekonferenz abgesagt. Entschuldigung!"

Eine Botschaft

Karsten Oswald hat dem Publikum etwas zusagen: "Ich bin jetzt eine Saison hier und habe viel gelernt über die Geschichte des vogtländischen Fußballs. Der VFC Plauen wird noch eine Zeit brauchen, bis sich in der Region keiner mehr über die Niederlage der eigenen Mannschaft, der eigenen Stadt, der eigenen Region freut. Wenn ich aber sehe, wie unser Publikum wächst und dass zu einem Punktspiel in der Oberliga über 1.500 Zuschauer ins Vogtlandstadion kommen. Wenn ich sehe, dass viele Leute mit anpacken. In den Verkaufsständen, an der Stadionkasse, in der Geschäftsstelle. Und wenn ich dann erlebe, dass nach so einer Enttäuschung keiner pfeift. Dann weiß ich, dass ihr alle den Fußball lebt und dass ihr dafür auch belohnt werdet. Wir wissen noch nicht, wann das sein wird. Aber Plauen beeindruckt mich. Wir waren bis jetzt noch nicht reif für die Regionalliga. Aber ihr seid es!"

 

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